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Begegnung gelingt in Flüchtlingsunterkunft

Burgdorf Begegnung gelingt in Flüchtlingsunterkunft

Sie sei geradezu ein eigener Stadtteil, die Flüchtlingsunterkunft an der Feuertechnischen Zentrale, sagte Sozialarbeiter Eitel Moch. Das Frühlingsfest rund um die Einrichtung solle dazu dienen, deren Bewohner und die Burgdorfer miteinander in Kontakt zu bringen.

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Beim Frühlingsfest an der Flüchtlingsunterkunft an der Feuertechnischen Zentrale kommen die Menschen miteinander ins Gespräch.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. "Viele Leute sind nach Burgdorf gekommen, weil sie hier Schutz suchen und eine neues Leben anfangen wollen", sagte Moch zur Begrüßung. Damit die, die bleiben dürfen, in der Stadt auch tatsächlich ankommen, sei es nötig, Begegnung zu schaffen.

Viele Hände haben mitgeholfen, damit das Fest zum Begegnungsraum werden konnte: zahlreiche Ehrenamtliche, das Frauen- und Mütterzentrum, das DRK Burgdorf, das Team von Rad & Tat, die stellvertretende Integrationsbeauftragte Gubet Birgin und das Team Flüchtlingssozialarbeit der Stadt Burgdorf. Bei Kaffee, Kuchen und Speisen, die auch in der Unterkunft wohnende Geflüchtete vorbereitet hatten, wurde viel geklönt und gefragt. Kinder konnten auf einer Hüpfburg toben, sich schminken lassen, kickern, "Vier gewinnt" und andere Spiele ausprobieren.

65 Bewohner leben inzwischen in der Unterkunft. "In einem Block überwiegend Afrikaner, im zweiten Familien aus Afghanistan, Syrien, und dem Iran", sagte Moch. Im dritten Block sind afghanische Männer untergebracht. "Wir sind im Jahr zwei der großen Flüchtlingswelle. Alle sind untergebracht und versorgt." Jetzt gehe es an die Detailarbeit, wie Arbeitsplatzsuche und Ausbildung. Neuankömmlinge seien überwiegend nachziehende Familienmitglieder. Doch das Warten auf Anerkennung sei für viele Geflüchtete noch nicht vorbei: "Bei den Afrikaner gibt es zurzeit keine Entscheidungen, aber auch keine Abschiebungen", berichtete Moch. Dafür seien zwei Afghanen zur Ausreise aufgefordert worden.

Von zwei neuen Projekten berichtete Imke Fronia vom Diakonieverband. So existiert ein Männergesprächskreis, in dem Geflüchteten kulturelle Eigenarten in Deutschland vermittelt würden. "Dass Religion hier Privatsache ist, müssen sie erst einmal wissen", sagte sie. Einen großes Thema sei auch der andere Umgang mit Sexualität.

Projekt zwei ist ein Mieterführerschein, den es laut Fronia ab Mitte/Ende Juni geben soll. "Es ist schwer, Vermieter für Flüchtlinge zu finden. Mit dem Führerschein hoffen wir, das zu ändern", sagte Fronia. Geflüchtete erfahren dabei, was ein Mietvertrag ist, wie sie sich verhalten, wenn es Konflikte mit Nachbarn gibt. Und welche Erwartungen Vermieter an ihre Mieter haben. Wer den Kurs absolviert hat, soll ein Zertifikat erhalten.

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Von Sandra Köhler

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