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Vom „Knochenschüttler“ bis zum Bauchliegerad

Burgdorf Vom „Knochenschüttler“ bis zum Bauchliegerad

Der Sonntag gehört dem Fahrrad - zumindest im Stadtmuseum. Denn dann steht ab 14.30 Uhr eine Führung auf dem Programm der aktuellen Ausstellung.

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Gerhard Rickert von der Radfahrgalerie führt die Besucher am Sonntag durch das Stadtmuseum.

Quelle: Joachim Lührs

Burgdorf. Bis zum Pfingstmontag, 5. Juni, ist im Untergeschoss des Stadtmuseums, Schmiedestraße 6, die aktuelle Ausstellung der Radfahrgalerie Burgdorf „200 Jahre 2-Rad“ zu sehen.  Im Mittelpunkt der neuen Fahrradschau steht eine Auswahl repräsentativer Fahrradkonstruktionen, die die wichtigsten Entwicklungsstufen in der Geschichte des Zweirades vom Laufrad bis zu den Velomobilen widerspiegelt. Ein weiterer Ausstellungsteil blickt auf die 1829 beginnende Geschichte des Radsportes und die Anfänge des organisierten Fahrradfahrens in Burgdorf zurück. 

Am Sonntag, 30. April, haben die Museumsbesucher um 14.30 Uhr die Gelegenheit, mit Gerhard Rickert von der Radfahrgalerie Burgdorf  durch die Ausstellung zu gehen. Dabei gibt es wissenswerte Hintergrundinformationen aus erster Hand zu den ausgestellten historischen Fahrrädern. So ist ein französisches  Tretkurbelvelociped von Pierre und Ernest Michaux aus den 1860er Jahren zu sehen. Wegen seiner Fahreigenschaften auf holprigem Pflaster trägt das mit einem Stahlrahmen versehene Gefährt den Spitznamen „Knochenschüttler“. Zur vorgestellten Fahrradpalette gehört auch ein 1890 entstandenes Niederrad, das als Prototyp des  modernen Fahrrades gilt. Es stammt aus der Fahrradschmiede von John Kemp Starley und William Sutton und erhielt den Namen „Rover“ (Wanderer). Bei der Führung stellt Rickert zudem zwei moderne Konstruktionen des Aerodynamikers Eggert Bülk vor: ein voll verkleidetes Bauchliegerad aus dem Jahr 1985 und ein serienmäßig vom Räderwerk Hannover gefertigtes Velomobil „Milan“ aus dem Jahr 2010, mit dem bereits 26 Weltrekorde aufgestellt worden sind.

Die Ausstellung an der Schmiedestraße 6 öffnet sonnabends und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr.

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