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Gericht: Penny darf umziehen

Burgdorf Gericht: Penny darf umziehen

Penny darf in Ehlershausen auf das ehemalige Minigolf-Areal an der B 3 umziehen. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg gab einem Investor recht, der dort für den Discounter einen neuen, größeren Supermarkt errichten will.

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Der Penny-Markt darf von der Ramlinger Straße auf die Ostseite der Bahn umziehen und dort auf dem ehemaligen Minigolf-Platz einen größeren Supermarkt bauen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Die Bruns Immobilien GmbH & Co. KG mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück begrüßte auf Nachfrage die Entscheidung der Oberverwaltungsrichter. „Wir warten jetzt auf den positiven Bauvorentscheid“, sagte Hans-Georg Bruns. Sobald dieser vorliegt, werde sein Unternehmen die Planungen konkretisieren und einen Bauantrag stellen. Bruns hofft, noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen zu können, jedenfalls „so schnell wie möglich“.

Bruns plant am neuen Standort einen Markt mit 800 Quadratmeter Verkaufsfläche; der alte Markt ist 560 Quadratmeter groß. Eine Laderampe, über die der jetzige Markt nicht verfügt, soll künftig die Betriebsabläufe vereinfachen. Die Eröffnung des neuen Marktes, der eine Zufahrt von der Ramlinger Straße erhalten soll, erwartet Bruns nach vier Monaten Bauzeit spätestens für das Frühjahr 2017. Sein Unternehmen werde Eigentümer des Marktes bleiben und an die Penny Markt GmbH vermieten. Penny ist die Discounter-Vertriebslinie für Lebensmittel der Kölner Rewe Group.

Das Minigolf-Gelände mitsamt einem leer stehendem und ob seiner Baufälligkeit mit einem Bauzaun gesicherten Backsteingebäude gehört einer Immobilienfirma in Walsrode. Bruns besitzt nach eigener Darstellung eine Kaufoption, die er jetzt ziehen will.

„Wir sind nicht glücklich mit der Lage“, kommentierte Ehlershausens Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig auf Nachfrage die Neubaupläne für den Penny-Markt auf die Ostseite der Bahn. Sie sei gespannt, wie das Unternehmen die zu erwartenden Verkehrsprobleme in den Griff bekommen will. Schon heute komme es im Feierabendverkehr ständig zu Rückstaus bis auf die B 3, wenn die Bahnschranke geschlossen sei. Der Ortsrat will sich am Dienstag, 2. Februar, mit der OVG-Entscheidung und ihren Folgen für das Dorf befassen.

Der Rechtsstreit zwischen Stadt und Investor Bruns schwelte bereits seit 2008. Damals hatte Bruns eine Bauvoranfrage gestellt, die die Stadt im gleichen Jahr abschlägig beschied. In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Hannover nach einem gescheiterten Mediationsverfahren der Stadt das Recht zugesprochen, Nein zu sagen. Darauf zog Bruns 2011 vor das OVG in Lüneburg, das im November 2015 schließlich verhandelte und jetzt entschieden hat.

Eine Revision gegen die Entscheidung ließ das OVG nicht zu. Eine Beschwerde dagegen will die Stadt wegen mangelnder Erfolgsaussichten nicht einlegen. Die Bruns Immobilien GmbH indessen lässt derweil von Juristen prüfen und errechnen, ob und in welcher Höhe sie die Stadt auf Schadensersatz verklagt.

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