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Grabsteine werden überprüft

Burgdorf Grabsteine werden überprüft

Die Friedhofsverwaltung St. Pankratius läßt am Dienstag, 30. August, die Grabsteine auf den kirchlichen Gottesacker an der Uetzer Straße auf deren Standfestigkeit überprüfen. Dies geschieht einmal im Jahr, und zwar nach den neuesten Richtlinien der Verwaltungsvorschrift TA Grabmal.

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Die stehenden Grabsteine auf dem Kirchenfriedhof an der Uetzer Straße werden nächsten Dienstag auf Standfestigkeit kontrolliert.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Hintergrund der von der Gartenbau-Berufsgenossenschaft ausgehenden Vorschrift sei es, die Unfallgefahr durch nicht mehr standsichere Grabsteine einzudämmen, sagte eine Mitarbeiterin der Friedhofsverwaltung: "Wenn sich gerade ältere Menschen bei der Grabpflege an einen Stein anlehnen und dieser umstürzt, können sich sich schwere öder sogar tödliche Verletzungen zuziehen."

Um das Risiko zu minimieren, sei eine jährliche Überprüfung der stehenden Steine vorgeschrieben. "Das machen wir nicht selbst. Ein von uns beauftragter Diplomsachverständiger testet mit einem Prüfgerät, ob der Stein unter einer vorgegebenen Prüflast sicher steht."

Ist das nicht der Fall, wird das protokolliert und der Stein mit einem entsprechenden Warn-Aufkleber markiert. "Das sind die, die die Leute gerne einmal entfernen", sagt die Verwaltungskraft. Ist der Stein sehr wackelig, werde er mit Pfosten und entsprechenden Gurten gesichert.

Dann schreibe sie die Angehörigen des dort beigesetzten Verstorbenen an. Innerhalb von sechs Wochen müssen diese zumindest nachweisen, dass ein Steinmetz mit der Instandsetzung beauftragt worden ist. "Da gibt es ja ganz verschiedene Gründe. Manchmal ist es nur der Stein selbst, der wackelt. Manchmal muss das Fundament erneuert werden", sagt die Fachfrau.

Ließen sich auch mit großem Aufwand und nach längerer Zeit keine Hinterbliebenen ausfindig machen, werde der Stein abgebaut und auf das Grab gelegt. Gänzlich entfernt würden Steine in der Regel nicht. Es sei denn, das Grab werde sichtlich seit Längerem nicht mehr gepflegt und von der 25-jährigen Liegezeit sei nicht mehr als ein Jahr übrig.

Die meisten Steine auf dem Friedhof an der Uetzer Straße seien jedoch standsicher. Lediglich 30 von 1400 waren im vergangenen Jahr bemängelt worden. "Dort gibt es laufend Beisetzungen. Und ist eine solche an einer Grabstelle mit einem alten Stein erfolgt, wird der ja wieder sicher aufgestellt", nennt die Mitarbeiterin des Friedhofsamtes den Grund.

Damit es auch so bleibt, bittet sie die Friedhofsnutzer um Verständnis für die Prüfungen: "Es wird keiner einfach so eine Grabstelle betreten, wenn es sich vermeiden lässt."

Von Sandra Köhler

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