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Große Kunst auf kleiner Bühne

Burgdorf Große Kunst auf kleiner Bühne

Alles kann, nichts muss: Das war das Motto bei der offenen Bühne am Montagabend im Culturzirkus.

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Poetry-Slammer Gerrit Wilanek unterhält das Publikum mit Lyrik.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Burgdorf. Manchmal ist weniger mehr. Dann reichen eine Jazzgitarre, ein Mikrofon und ein paar sanfte Zeilen, um das Publikum zu beeindrucken. Dieter Herrmann aus Burgdorf ist das am Montag bei der offenen Bühne gelungen. Der Sänger sang zwei seiner selbstgeschriebenen Songs. Zuvor war es bei der Band Crash Queens aus Lehrte wesentlich lauter und rockiger zugegangen. Und auch die Texte von Wortakrobat Gerrit Wilanek waren eher zum Lachen als zum Träumen.

Doch genau darum geht es bei der offenen Bühne: um die Vielseitigkeit der Talente. Die Auftritte der zehn Kleinkünstler aus verschiedenen Bereichen beschrieb Moderator und Poetry-Slammer Tobias Kunze ganz passend als „kulturelle Tapas“. Ob Musiker, Akrobat oder Lyriker - auf die Bühne konnte an diesem Abend jeder. Die einzige Vorgabe war die Zeitspanne der Auftritte: Jeder hatte maximal 10 Minuten Zeit.

Den Anfang machte Kunze selbst mit einem Improvisations-Slam. Das Publikum rief ihm mehrere Wörter zu, aus denen der Hannoveraner dann spontan eine Geschichte mit lyrischen Elementen machte. Schriftsteller Helmut Opitz war extra aus Bielefeld angereist, um seine humorvollen Gedichte über Haushaltsgeräte und seinen Flirt mit einer Erdbeerverkäuferin im Zelt im Schlosspark vorzutragen.

Besonders beeindruckt waren die Zuschauer von Mauzer. Der Beatboxer aus Hannover zeigte, wie er nur mit dem Mund Töne entstehen lassen kann, die sich wie von einer ganzen Band eingespielte Stücke anhörten. Im Repertoire hatte er Hits wie „Just Dance“ von Lady Gaga und „Alors On Danse“ vom Belgier Stromae.

Die jüngste Teilnehmerin war Johanna Korell. Die Zwölfjährige hatte ihren Auftritt aber nicht wie die anderen Künstler auf dem Boden der Manege. In schwindelerregender Höhe zeigte sie spektakuläre Akrobatik am Vertikaltuch, das direkt unter dem Zeltdach festgeknotet war. Mehr ging nach diesem Auftritt nicht.

Von Isabell Rollenhagen

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