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Große Nachfrage bei der DRK-Kleiderkammer Burgdorf

Burgdorf Große Nachfrage bei der DRK-Kleiderkammer Burgdorf

Die Kleiderkammer des DRK-Burgdorfs läuft auf Hochtouren: Nicht nur Rentner, Arbeitslose und Alleinerziehende nehmen das Angebot war, auch immer mehr Flüchtlinge nehmen das Angebot der Kleiderspenden wahr. Vor allem für junge Männer wird passende Kleidung benötigt.

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Nicht nur Kleidung, auch Spielzeug und kleiner Hausrat wird in der DRK-Kleiderkammer an Bedürftige ausgegeben. Köhler

Quelle: sandra Köhler

Burgdorf. Hochkonjunktur herrscht in der Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins Burgdorf in der Villa Regenbogen, Drei Eichen 5a. Nicht nur Arbeitslose, Alleinerziehende und Rentner mit schmalem Geldbeutel erhalten dort kostenlos Kleidung, Bettwäsche und Schuhe. Auch viele Flüchtlinge finden den Weg zu den mittlerweile fünf Ehrenamtlichen, darunter auch ein Mann.

„In der vergangenen Woche kamen 30 Leute, davon 15 Flüchtlinge“, sagt Leiterin Brigitte Grabietz. Wegen des großen Andrangs werde jetzt nur noch eine limitierte Anzahl an Teilen an jeden Einzelnen ausgegeben: „Es soll ja jeder etwas bekommen“, sagt sie. Denn obgleich die Burgdorfer während der Annahme viele Spenden abgeben würden, komme es dennoch zu bestimmten Engpässen.

Neben Sportschuhen und Mützen, Schals und Handschuhen ist insbesondere Männerkleidung in kleinen Größen gefragt - und entsprechend knapp. „Die Flüchtlinge sind meist klein und schmal, den meisten passen fast noch Kindergrößen“, erklärt Grabietz und betont, dass viele sehr dankbar für die Unterstützung seien.

Einzelne schwarze Schafe gebe es leider auch. So hätte der eine oder andere nach neuen Sachen verlangt und sei zudem auch noch unfreundlich zu den Frauen gewesen. „Jetzt haben wir aber donnerstags von 14 bis 16.30 Uhr während der Ausgabe einen Mann hier. Seitdem läuft es gut“, stellt die Leiterin klar.

Sie bittet alle diejenigen, die die Kleiderkammer mit Sachspenden unterstützen wollen: „Geben sie nur ab, was sie selbst auch tragen würden.“ Benötigt wird saubere heile Bekleidung, keine Lumpen oder Sachen, die lange in Tüten im feuchten Keller gestanden haben. „Wir sortieren ohne Handschuhe und Mundschutz, und so etwas ist dann schon eine Zumutung.“

Wer es der Arbeit wegen nicht schafft, Spenden während der Annahmezeit (dienstags von 14 bis 16.30 Uhr) direkt abzugeben, könne sie in den Container vor dem Gebäude einlegen. „Das ist aber keine Mülltonne für Reste vom Renovieren und benutzte Windeln“, sagt sie. Unglaublich aber wahr: Auch solche Dinge habe sie dort bereits gefunden.

von Sandra Köhler

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