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Neue Stundentafel bringt mehr Zufriedenheit

Otze Neue Stundentafel bringt mehr Zufriedenheit

Der Unterricht im Dreiviertelstunden-Takt ist in der Grundschule Otze Vergangenheit. Schon im zweiten Schuljahr lernen die jetzt 86 Kinder mit neuer Stundentafel. Das Plus: selbstständigere Schüler, zufriedenere Lehrer und mehr Teamarbeit.

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Finja (von links), Morris, Laura und Jakob aus der 3B arbeiten selbsständig an ihren Lerninhalten. Die Lehrerin Imke Klingels begleitet sie.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Der Unterschied zu früher fällt auch Nicht-Pädagogen sofort auf. Die Klassentüren stehen offen. Die Kinder arbeiten selbständig an ihrem Platz - allein, in Partner- oder Gruppenarbeit. Ein Kind nutzt die Ruhe auf dem Flur zum Lesen. Die Lehrkräfte gehen von Kind zu Kind und unterstützen bei Bedarf. Die Schüler müssen sich nicht im 45-Minuten-Takt auf andere Themen und Lehrer einstellen. Jeder Tag beginnt mit einer 75-minütigen Projekt- und Planarbeit. Die Kinder entscheiden für sich, ob sie in dieser Zeit Deutsch, Mathematik oder Sachkunde lernen, sich beispielsweise mit dem Wasserkreislauf in der Natur, dem Errechnen von Volumina oder dem Wortfeld Wasser beschäftigen wollen. Kürzere Lerneinheiten bis hin zur klassischen 45-Minuten-Stunde prägen den weiteren Vormittag. Hausaufgaben im klassischen Sinne gibt es nicht mehr. Die Kinder absolvieren vielmehr eine weitere, selbst gesteuerte Lernzeit in der Schule, so sie denn am freiwilligen Nachmittagsangebot teilnehmen. Es folgen Arbeitsgemeinschaften wie Kochen, Theater oder Fußball. In der Eingangsstufe, den Jahrgängen eins und zwei, bleiben inzwischen fast alle Kinder drei oder vier Tage bis 15.30 Uhr, in den Klassen drei und vier an ein oder zwei Tagen.

Die Kinder gehen „motivierter an die Themen heran“, sagt die Schulleiterin Antje Kuchenbecker-Rose. Es herrsche mehr Arbeitsruhe. Klassen-Teamsitzungen der Lehrkräfte stärken die Zusammenarbeit, hat sie bemerkt. Längerfristig kann sie sich vorstellen, das Nachmittagsangebot an einem Tag verpflichtend zu machen. Aus ihrer Sicht wäre das ein Schritt zu mehr Chancengleichheit. Der Weg dorthin sei ein Prozess, betont sie.

Von Stefan Heinze

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