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Busfahrer verfährt sich mit Erstklässlern

Burgdorf Busfahrer verfährt sich mit Erstklässlern

Die Schülerbeförderung von Kindern aus Hülptingsen zur Grundschule in der Innenstadt läuft offenbar alles andere als rund. Die betroffenen Eltern sind verärgert. Sie haben inzwischen die Stadt und Kommunalpolitiker angeschrieben mit der Bitte, schnell Abhilfe zu schaffen.

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Nicht immer stoppen die Busse für die Grundschüler aus Hülptingsen an den richtigen Haltestellen - dieses Mal können die Kinder aber richtig an der Gartenstraße einsteigen.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Zuständig für die Schülerbeförderung ist die Region Hannover, die entsprechende Nahverkehrsleistungen bei ihrem Tochterunternehmen Regiobus einkauft. Zum 1. August 2016 veränderte die Stadt die Grundschulbezirke. Seither besuchen Kinder aus Hülptingsen die Grundschule in der Innenstadt.

In der Schülerbeförderung dieser Kinder war von Anfang an der Wurm drin. Nach Angaben von Schulleiterin Antje Kuchenbecker-Rose war lange Zeit der Fahrplan der Regiobus nicht abgestimmt auf die Bedürfnisse der Grundschüler aus Hülptingsen. Die Busse seien nach OGS-Schluss regelmäßig zu früh abgefahren. "Damit haben wir uns lange beschäftigt", sagt Kuchenbecker-Rose: "Unsere Schule hat wiederholt bei der Regiobus interveniert", bis der Fahrplan schließlich angepasst worden sei.

Das ist nicht alles. Bisweilen nehmen die Busse schon mal den falschen Weg und liefern Kindern an falschen Haltestellen ab. In der jüngsten Schulausschusssitzung berichtete Sven Wessarges, Vater eines Grunschulkindes aus Hülptingsen, den verdutzten Ratspolitikern, von zwei Vorfällen. Am 23. Februar habe ein Busfahrer eine Gruppe von Erstklässlern nicht wie vorgesehen in die Gartenstraße gefahren, sondern versehentlich an der Marktstraße rausgelassen. Von dort hätten die Kinder selbstständig zur Schule gehen müssen.

In einem anderen Fall sei ein Busfahrer, der Grundschüler nach Hülptingsen habe fahren sollen, die Haltestelle vor dem Feuerwehrhaus gar nicht erst angefahren. Stattdessen sei er vorher in den Ostlandring abgebogen und habe die Kinder dort aus dem Bus aussteigen lassen. Eltern, die ihre Kinder von Bus hatten abholen wollen, hätten somit vergeblich gewartet.

Wessarges beschwerte sich bei der Regiobus. Er schrieb auch Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) und dem Ratsvorsitzenden Armin Pollehn (CDU). Beide versicherten, sich der Sache annehmen zu wollen. Schulabteilungsleiter Henry Barm will das Problem mit dem Team Schülerbeförderung der Region Hannover besprechen. Er zeigt sich zuversichtlich, dass es schnell zu einer Lösung kommt. Pollehn berichtete im Schulausschuss von einem gemeinsamen Antrag, in dem die Regionsfraktionen von SPD und CDU von der Regionsverwaltung Lösungsvorschläge für die Probleme in der Schülerbeförderung  einfordern.

Eltern und Grundschule fordern mittlerweile einen eigenen Schulbus für die Hülptingser Kinder. Zumal vom nächsten Schuljahr an 40 Kinder aus dem Stadtteil zur Schule in die Innenstadt fahren müssten, sagt Kuchenbecker-Rose. Regiobus-Sprecher Tolga Otkun räumt mit Blick auf den jüngsten Vorfall ein: "Das war ein Fehler, für den wir uns entschuldigen." Regiobus prüfe zurzeit den Wunsch nach einem eigenen Schulbus für Hülptingser Grundschüler.

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