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"Grundschulen sind in traurigem Zustand"

Burgdorf "Grundschulen sind in traurigem Zustand"

Die Leiter der fünf Burgdorfer Grundschulen haben dem Rat der Stadt Hausaufgaben aufgegeben. Diese spiegeln sich wider in einer von den Pädagogen erarbeiteten Prioritätenliste zum Abbau des Sanierungsstaus in ihren Einrichtungen. Der Rat will das Papier jetzt im Schulausschuss beraten.

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Grundschulleiterin Antje Kuchenbecker-Rose stellt die Prioritätenliste zum Abbau des Sanierungsstaus im Rat vor.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Grundschulleiterin Antje Kuchenbecker-Rose stellte das nach ihrer Aussage „in großer Einigkeit“ erarbeitete Papier in seinen Grundzügen am Donnerstagabend in der Ratssitzung vor. Ihre Botschaft lautete: „Wir engagieren uns bis zum Rande. Es ist traurig, in welchem Zustand unsere Schulen sind.“

800 Kinder besuchten die fünf Grundschulen, deren Raumsituation heutigen Anforderungen nicht mehr genüge, sagte Kuchenbecker-Rose. Das sei nicht ad hoc zu lösen. Die Schulleiter hätte daher für den Zeitraum von 2017 bis 2021 aufgeschrieben, welche Raumbedarfe an welcher Schule wie dringlich sind. In dem Zusammenhang verwies die Schulleiterin darauf, dass der Grundschulneubau am Berliner Ring „keine Fehlplanung“ gewesen sei. Im Gegenteil: Das Gebäude entlaste die Schullandschaft und verschaffe der IGS die Luft, sich zu entwickeln.
Nach Vorstellung der Schulleiter hat die Stadt dieses Jahr folgende Hausaufgaben zu erledigen:

- Die Astrid-Lindgren-Grundschule erhält einen Anbau mit einem Raum zur Nutzung als Bibliothek, OGS-Raum und Differenzierungsraum. Planungen für einen zweiten Raum sowie die Schadstoffsanierung der Turnhalle müssten noch 2017 anlaufen.

- In der Innenstadt-Grundschule brauchten die Flure einen Anstrich. Im Obergeschoss steht ein Umbau an, um für die Prinzhornschule, die im Sommer einzieht, ein Lehrerzimmer zu schaffen sowie ein Sekretariat und einen Raum für deren Schulleitung. An der Sanierung der Sanitäranlagen im Hauptgebäude führe kein Weg vorbei. Das Gebäude brauche zudem neue Außentüren sowie neue Teppichböden im Bürobereich.

- Die Renovierung der Turnhalle stehe für die Grundschule Otze an. Die Maler müssten überall dort Hand anlegen, wo interaktive Tafeln eingebaut werden. Auch Rollos brauche die Schule.

- Die Gudrun-Pausewang-Grundschule in der Südstadt werde bis August ihr pädagogisches Konzept überarbeiten und erst danach überlegen, was das für den Raumbedarf bedeutet. Unabdingbar seien Renovierungsarbeiten am Dach, an den Fenstern sowie Malerarbeiten. Im Sommer werde der Boden in der Turnhalle saniert.

- Die Waldschule in Ehlershausen hat keine Raumnot. Die Schülerzahl geht zurück. Dort sollen der Musikraum verlegt werden und ein Multifunktionsraum eingerichtet werden.

Alles weitere könne auf die Folgejahre geschoben werden. Auch das wohl teuerste Projekt: Ein möglicher Neubau für die Pausewang-Schule, mit dessen Planung frühestens nächstes Jahr begonnen werden soll. Auch der Bau einer Mensa und ein Anbau mit zwei Klassenzimmern und einem Behinderten-WC für die Grundschule in Otze hat nach Auffassung der Schulleiter noch Zeit bis 2019.

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