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Wohin mit den vielen Schülern?

Burgdorf Wohin mit den vielen Schülern?

Einer Neusortierung der Schuleinzugsbezirke im Stadtgebiet stehen die Leitungen aller fünf Grundschulen skeptisch gegenüber. Sie plädieren für drei vierzügige Grundschulen in der Kernstadt. Zudem soll die Grundschule Otze selbstständig bleiben.

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Die Astrid-Lindgren-Schule braucht dringend weitere Räume für die wachsende Schülerzahl.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. In der Stellungnahme der Schulleitungen zur aktuellen Schulraumbedarfsplanung für die Grundschulen heißt es: „Die Bereitstellung von Schulräumen sollte sich in erster Linie am Bedarf kindgerechter, pädagogisch gut strukturierter Ganztagsschulen orientieren und erst in zweiter Linie an der optimalen Auslastung bestehender Räume“.

Und weiter: "An unseren Schulen werden die Grundlagen für einen erfolgreichen Lernweg aller Burgdorfer Kinder gelegt. Anders als andere Schulstufen müssen wir in weitaus stärkerem Maße eine verlässliche Betreuung der Kinder gewährleisten. Fast 80 Prozent aller Grundschüler sind mittlerweile acht Stunden am Tag in ihrer Schule."

Deshalb dürfe eine Schulraumbedarfsplanung nicht auf das Vorhandensein genügender Allgemeiner Unterrichtsräume und deren optimaler Belegung beschränkt werden. Nach Ansicht der Rektoren brauchen die Schulen dringend Platz, um für die Schüler Möglichkeiten des  Rückzugs, "für die Jüngsten sogar Räume für eine Mittagsschlaf während ihres achtstündigen Schultags", Räume zum freien Spielen und für die Bewegung zu bieten.

Der Schulausschuss des Rates soll heute eine Empfehlung abgeben, wie die Stadt dafür sorgen soll, dass es für die steigende Zahl der Schüler ausreichend Platz in den Grundschulen gibt. Mit 1178 Grundschülern wird ab nächstem Schuljahr gerechnet, 2021/22 sollen es 1293 sein. Die Verwaltung stellt drei verschiedene Handlungsoptionen vor, wie die Raumnot gelöst werden kann:
Um- oder Erweiterungsbauten in den einzelnen Schulen
♦ Umnutzung von Räumen innerhalb des Schulgebäudes ohne größere Baumaßnahme
♦ Neufestlegung der Schuleinzugsbezirke zur Anpassung an vorhandene Raumkapazitäten.

Gäbe es für die drei Kernstadt-Grundschulen künftig einen gemeinsamen Schulbezirk, müssten weniger Klassen – zwischen vier und sechs in den Jahren 2017/18 bis 2022/23 – gebildet werden, sodass weniger Räume gebraucht würden. Freie Raumkapazitäten gibt es an der Waldschule in Ehlershausen und an der Grundschule Burgdorf. Ihre Auslastung sei nur möglich, wenn die Schulbezirkszuschnitte geändert würden, so Henry Barm, Leiter der städtischen Schulabteilung.

Die Schulleiter haben sich im Vorfeld der öffentlichen Sitzung auf gemeinsame Vorschläge geeinigt: So soll es in der Kernstadt drei Standorte mit jeweils vierzügigen Grundschulen geben.
Gudrun-Pausewang-Schule: Die Schüler sollen auch nach 2020/21 nicht in den dreizügigen Neubau, der eigentlich für sie gebaut wird, einziehen. Der Neubau sei zu klein – auch wegen der geplanten Baugebiete in der Nähe. „Wegen der sozial-strukturellen Sensibilität des Einzugsbereichs sehen wir ganz dringend die Notwendigkeit eines Neubaus mit einem für die Arbeit in einer Ganztagsschule geeigneten Grundriss“, so die Schulleiter.
Astrid-Lindgren-Schule: Die Erweiterung um vier Differenzierungsräume, einen Raum für die Nachmittagsbetreuung und eine Bücherei sei im Sinne der Erfordernisse von Inklusion und Ganztagsbetrieb dringend notwendig.
Grundschule Burgdorf: Es gebe ausreichend Platz, allerdings müssten einige Räume umgebaut werden. Zudem bestehe erheblicher Renovierungsbedarf.
Grundschule Otze: „Aufgrund des sehr unterschiedlichen pädagogischen Konzepts ist die Selbstständigkeit der Schule mit neuer Schulleitung zu erhalten – mit den erforderlichen Erweiterungen“, heißt es in der Stellungnahme. Die Stadt bringt die Option ins Spiel, die Schulen in Otze und Ehlershausen zu einer Einrichtung mit Nebenstelle zusammenzufassen und verweist dabei auf die neu zu besetzende Rektorenstelle in Otze.
Waldschule Ehlershausen: Nach Ansicht der Schulleiter gibt es keine freien Kapazitäten. Was nicht als Klassenraum genutzt wird, werde dringend für den Nachmittagsbetrieb benötigt.

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