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Schulneubau: Stadt streitet mit Baufirma

Burgdorf Schulneubau: Stadt streitet mit Baufirma

Der Stadt steht ein Rechtsstreit mit einer Baufirma ins Haus. Das Unternehmen, das am Grundschul-Neubau am Berliner Ring Naturwerkstein- und Fliesenarbeiten erledigen sollte, weigerte sich, den Auftrag auszuführen. Der Stadt entstand ein Schaden von 30.000 Euro.

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In der Eingangshalle, in der Mensa und im Treppenhaus des Schulneubaus am Berliner Ring soll Naturstein verlegt werden. Der Einbau beginnt Mitte, Ende Mai, sagt die Bauverwaltung der Stadt.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Annähernd 12,5 Millionen Euro investiert die Stadt in den Schulneubau, der ursprünglich der Pausewang-Grundschule zugedacht war, in den nach seiner Fertigstellung in den Sommerferien aber die Realschule und das Gymnasium beziehen werden. Nach Darstellung von Bauamtsleiter Andreas Fischer wird die Schule rechtzeitig fertig.

Dabei wäre der Fertigstellungstermin beinahe geplatzt. Die Baufirma, die das Ausschreibungsverfahren für die Naturwerkstein- und Fliesenarbeiten als günstigster Bieter für sich entschieden hatte, ließ die Stadt offenbar schnöde sitzen. Das Unternehmen weigerte sich, den von der Stadt Mitte März zugesandten Vertrag zu unterschreiben und die Arbeiten, wie von ihm selbst für 220.000 Euro angeboten, auszuführen. Dazu wäre die Firma laut Fischer innerhalb der im Ausschreibungsverfahren festgelegten Bieterfrist rechtlich verpflichtet gewesen. Die machte indessen Terminschwierigkeiten geltend. Fünf Firmen hatten sich an dem Ausschreibungsverfahren beteiligt.

Daraufhin will die Stadt Entgegenkommen gezeigt haben. Sie verhandelte mit Vertretern des in Niedersachsen ansässigen Unternehmens bei mehreren Treffen auf der Baustelle über Anpassungen des Bauzeitenplans. Laut Fischer haben Stadt und Baufirma in diesen Gesprächen Einigkeit erzielt. Die Firma soll sogar signalisiert haben, dass sie die Fliesen schon bestellt habe. Als die Stadt dann aber Anfang April eine Neufassung des Vertrags rausschickte, kassierte sie eine erneute Abfuhr.

Das trug der Stadt einen Zeitverlust von sechs Wochen ein. "Das ist schmerzhaft, wenn man auf der Zielgeraden ist", sagt Fischer. Und er verhehlt nicht, dass er etliche "Schweißtropfen vergossen" habe, bis eine Lösung in Sicht und die rechtzeitige Fertigstellung des Baus in trockenen Tüchern gewesen sei. Die Stadt nahm sich einen Fachanwalt für Baurecht, kündigte das aus ihrer Sicht zustande gekommene Vertragsverhältnis mit dem widerborstigen Anbieter, und nahm vor nunmehr einer Woche den zweitgünstigsten Bieter unter Vertrag.

Dessen Angebot freilich liegt mit 250.000 Euro 30.000 Euro über dem günstigsten Angebot. Die Mehrkosten will die Stadt beim günstigsten Bieter einklagen. Denn mit der Abgabe seines Angebots sei dieser verpflichtet gewesen, die Fliesenarbeiten in den Sanitärbereichen der Schule sowie die Natursteinarbeiten in der Eingangshalle, der Mensa und im Treppenhaus auszuführen. Die neue Firma habe das benötigte Material bereits bestellt und werde Mitte, Ende Mai mit dem Einbau beginnen. "Ich habe da jetzt ein gutes Gefühl", sagt der Bauamtschef erleichtert.

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