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Pausewang-Grundschule strebt Neubau an

Burgdorf Pausewang-Grundschule strebt Neubau an

Die Gudrun-Pausewang-Grundschule strebt einen zweiten Schulneubau an. Schulleiterin Dorit Steenken arbeitet mit Kollegen an einem zukunftsfähigen pädagogischen Konzept. Das soll bis August vorliegen und dann die Grundlage für alle dann folgenden Neubauüberlegungen bilden.

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Mit Kollegen hat Schulleiterin Dorit Steenken eine Arbeitsgruppe gebildet, um bis zum Sommer Klarheit über die pädagogische Marschrichtung zu gewinnen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Das ließ die Pädagogin den Schulausschuss des Rates bei einem Schulbesuch am Dienstagabend wissen. Bevor Steenken dem Ausschuss ihre Zukunftspläne eröffnete, führte sie die Kommunalpolitiker, Vertreter der Stadtverwaltung und Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) zunächst einmal durch den maroden Schulbau an der Grünewaldstraße.

Den Besuchern bot sich der gewohnt unschöne Anblick einer Eingangshalle, durch deren Dach es hereinregnet. Im Unterrichtsraum der Klasse 4b vermögen ins Fenster gehängte Bilder nicht zu kaschieren, dass die Scheiben fast blind sind. An anderen Stellen zieht es durch die morschen Fensterrahmen. Manche Fenster lassen sich gar nicht mehr öffnen. Die Jungentoilette in C-Trakt empfing die Besucher mit beißendem Gestank. Ein Urinal ist dort defekt. Weil die Pissoirs für manchen Grundschüler zu hoch hängen, sammelt sich Urin in einer Lache am Fußboden. „Ich wollte Ihnen die Realität zeigen“, begründete Steenken, warum sie ihre Einrichtung vor der Begehung nicht auf Hochglanz hatte polieren lassen.

340 Kinder, darunter 42 Flüchtlinge und 23 Inklusionsschüler mit Förderbedarf, besuchen laut Steenken die Pausewang-Schule zurzeit. 48 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Eine Grundschule sei heute nicht mehr bloß Grundschule, „sondern mindestens zur Hälfte auch Förderschule“. Es sei daher „kein Luxus, sondern soziale und pädagogische Notwendigkeit, dass wir die Schule zukunftsfähig machen“, sagte Steenken zur Begründung für ihre ambitionierten Schulraumpläne.

Sobald mit dem überarbeiteten pädagogischen Konzept die künftigen Entwicklungsschwerpunkte ihrer Einrichtung festgezurrt seien, wolle sie sich Unterstützung holen von der Architektenkammer und der Montag Stiftung, die Schulbauprozesse begleitet, um alsdann mit der Stadt abzustimmen, „dass die Schule so gebaut wird, wie wir sie brauchen“, sagte Steenken.

Bürgermeister Baxmann, selbst ein Lehrer, riet zu Flexibilität. Zu oft veränderten sich die pädagogischen Vorgaben, als dass sich ein Schulhaus passgenau auf ein pädagogisches Konzept zuschneiden ließe. Wasser in den Wein schüttete Baxmann auch mit Blick auf die Zeitvorstellung, dass die Pausewang-Schule 2020/21 in einen Neubau werde einziehen können. „Das halte ich angesichts unserer personellen und finanziellen Möglichkeiten für eine Illusion.“

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