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Gymnasium läuft Sturm gegen Schulhofpläne

Burgdorf Gymnasium läuft Sturm gegen Schulhofpläne

Leitung, Personalrat und Schülervertretung des Gymnasiums laufen Sturm gegen die jetzt von Planern im Auftrag der Stadt vorgelegten Schulhofpläne. Die Außenflächen seien viel zu klein, lautet die Kritik. Zudem sei der zu erwartende Lärm der künftig benachbarten Grundschüler ein ungelöstes Problem.

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Die Bauarbeiten für die neue Gudrun-Pausewang-Grundschule auf dem Gelände des Gymnasiums schreiten voran: Im Boden sind bereits die Leitungen für Wasserver- und -entsorgung (grünen Rohre) verlegt.jh

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Das Gymnasium wie die Gudrun-Pausewang-Grundschule hadern nach wie vor mit der Entscheidung der Stadt für einen Schulneubau für die Grundschüler am Berliner Ring. Das Gymnasium hätte am liebsten den abgerissenen C-Trakt behalten und wünscht sich nun einen Anbau. Die Grundschule bliebe lieber auf ihrem angestammten Gelände auf der anderen Straßenseite.

Im Vorgriff auf die am 3. März im Schloss stattfindende Sitzung von gleich drei Ratsausschüssen, auf deren Tagesordnung die Verlegung der Pausewang-Grundschule steht, informierte die Stadt die Schulen am Donnerstagabend über ihre Pläne für die künftigen Außenanlagen des Schulzentrums. Seither herrscht im Gymnasium das blanke Entsetzen. Schulleitung, Personalrat und Schülervertretung sind sich einig: Der von einem Planungsbüro im Auftrag der Stadt vorgelegte Gestaltungsvorschlag für die Schulhofbereiche rund um das Gymnasium und den späteren Grundschul-Neubau sei "inakzeptabel".

Die Planer wollen für das Gymnasium vier Schulhofflächen rund um die Aula und das Schulgebäude anlegen: den für die Oberstufe im Osten neben dem Hauptgebäude und der Aula, den für die Unterstufe im Süden des B-Trakts, einen für die Mittelstufe südlich des Hauptgebäudes sowie den allen Gymnasiasten offenstehenden direkt vor dem Schuleingang im Norden. Die Grundschüler sollen einen zusammenhängenden Schulhof erhalten, der im Westen das Hauptgebäude der weiterführenden Schule berührt.

Der Personalrat des Gymnasiums fordert: "Die Gestaltung der Pausenfläche muss neu überdacht und verändert werden." Die Gymnasiasten hätten im Verhältnis zu den Grundschülern nur ein Drittel des Platzes zur Verfügung. Dass der Schulhof der Grundschüler unmittelbar an Unterrichtsräume des Gymnasiums heranreichen solle, führe zu einer nicht hinnehmbaren Lärmbelastung.

Auch Schulleiter Michael Loske geht mit den Planern ins Gericht: "Perspektivisch wächst unsere Schule, und hier werden wir verkleinert." Loske unterstützt eine Neuplanung, bevorzugt gar den Einzug der Gymnasiasten in den Grundschulneubau und den Verbleib der aus seiner Sicht dann zu sanierenden Grundschule an der Grünewaldstraße. "Wir müssen angesichts der zu uns kommenden Flüchtlinge ganz neu nachdenken."

Grundschulleiterin Sandra Müller-Herzberg sagt: "Wir sind flexibel im Denken." Sie befürwortet, wie von der FDP bereits ins Spiel gebracht, eine Gesamtschau auf die Schullandschaft. Der Neubau sei auf Kante genäht und wohl zu klein, da Räume für eine neue Sprachlernklasse und ein Sozialarbeiterbüro nicht vorgesehen seien. Ein vorübergehender Verbleib im alten Gebäude sei hinnehmbar, wenn auf dem riesigen Schulareal an der Grünewaldstraße ein Neubau entstehe. Der jetzt geplante Schulhof sei zwar kleiner als die bisher zur Verfügung stehende Pausenfläche, "aber gut so", sagt Müller-Herzberg.

Stadtrat Michael Kugel kommentierte kühl: Die jetzt vorgelegten Pläne seien mit den Schulen entwickelt worden. Die Arbeiten am Neubau hätten längst begonnen, das Rad sei daher nicht mehr zurückzudrehen.

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Die Bauarbeiten für die neue Gudrun-Pausewang-Grundschule auf dem Gelände des Gymnasiums schreiten voran: Im Boden sind bereits die Leitungen für Wasserver- und -entsorgung (grünen Rohre) verlegt.

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Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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