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Halle wird Flüchtlingsquartier

Burgdorf Halle wird Flüchtlingsquartier

Voraussichtlich ab Mitte November werden in der Schillerslager Mehrzweckhalle 40 Flüchtlinge untergebracht. Die dort Sport treibenden Gruppen erhalten Übungs- zeiten in drei Burgdorfer Hallen zugeteilt. Es ist damit zu rechnen, dass die Regelung zumindest für ein Jahr bestehen bleibt.

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In der Schillerslager Mehrzweckhalle sind zahlreiche Sportgeräte zum Abtransport bereitgestellt, damit der Raum für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet werden kann.

Quelle: Böger

Schillerslage. Mit der Belegung einer Halle betritt die Stadt Neuland. Sie betreibt zwar schon eine Sammelunterkunft an der Friederikenstraße, doch dort handelt es sich um ein Wohnheim mit mehreren Zimmern. In Schillerslage werden nach Angaben von Thomas Borrmann, Leiter der Sozialabteilung, dagegen „nur Betten in die Halle gestellt“. Trennwände könnten wegen der vorgeschriebenen Rettungswege nicht eingezogen werden. Aus Sicherheitsgründen müssten auch noch eine Fluchttür verbreitert sowie der Aufgang zur Tribüne abgesperrt werden, sagt Borrmann.

In der Mehrzweckhalle würden voraussichtlich ausschließlich Männer untergebracht. Dabei wolle man versuchen, deren Aufenthalt so kurz wie möglich zu halten. Sie sollten möglichst schnell in andere Quartiere gebracht werden, sodass weitere zu erwartende Neuankömmlinge in die Halle ziehen könnten. Für die Betreuung wolle die Stadt „einen geeigneten Betreiber“ wie etwa die Johanniter oder das Rote Kreuz suchen. In jedem Fall würden ein Wachdienst sowie Sozialarbeiter eingesetzt.

Im Ort hat sich derweil auf Einladung von Ortsbürgermeister Manfred Dunker (CDU) ein Arbeitsteam gebildet, dem neben Ortsratsmitgliedern auch Vertreter der Vereine und der Feuerwehr angehören. Die Gruppe kümmere sich zunächst um organisatorische Fragen wie die Beschaffung von Ersatzräumen für die Sportler, die bisher in der Halle trainierten. Das ist nach Angaben von Jörg Meyer, Vorsitzender des Sport- und Schützenvereins, auch weitgehend gelungen. Allerdings müssten etliche Gruppen dafür fortan nach Burgdorf fahren.

Borrmann und Dunker kündigten an, dass die Stadt demnächst zu einer Informationsveranstaltung für die Dorfbewohner einladen werde. Der Termin stehe aber noch nicht fest.

Von Thomas Böger

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