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Viel Lob fürs beheizte Außenbecken

Burgdorf Viel Lob fürs beheizte Außenbecken

Sommerzeit ist Badezeit, will man einen kühlen Kopf bewahren an heißen Tagen. Darum sind wir einfach mal reingesprungen in unsere Freibäder. Und haben dort Menschen getroffen, die ihrer Badeanstalt in besonderer Weise verbunden sind. Heute: Manfred Lenau im Hallenfreibad Burgdorf.

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Artur Geißler (links) und Manfred Lenau schwimmen fast jeden Morgen im Freibad Burgdorf.

Quelle: Antje Bismark

Burgdorf. „Morgens“, sagt Manfred Lenau, „hält mich nichts mehr im Bett.“ Denn dann schnappt sich der Burgdorfer seine Tasche und macht sich auf den Weg zum Freibad. Momentan. Im Winter geht er ins Hallenbad. „Seit 1970 schwimme ich jeden Morgen“, sagt Lenau und betont, dass Morgen tatsächlich eine sehr frühe Uhrzeit sei. Spätestens um 5.45 Uhr sei er derzeit im Wasser, ganz unabhängig vom Wetter.

Lenau gehört damit zu jener Gruppe, die Betriebsleiter Klaus Kietzmann bestens kennt. Er arbeitet seit dem Jahr 1972 in der Anlage Am Nassen Berg. Die meisten Frühschwimmer und er teilen damit eine jahrzehntelange Bekanntschaft. „Manchmal kommen morgens zwölf Gäste, manchmal Eigentlich öffnet das Bad erst um 6 Uhr. „Doch wir sind immer schon früher dran“, sagt Lenau und schmunzelt. Das weiß auch Kietzmann: „Wenn ich die Geräte und Sauger heraushole, dann können die Leute schon schwimmen gehen.“ Die Strandkörbe und Liegen, die der Betriebsleiter für die Badegäste bereitstellt, interessieren die Frühschwimmer ohnehin nicht: „Uns geht es um das zielgerichtete Schwimmen“, sagt Lenau. Deshalb komme er auch nie am Nachmittag: „Das ist dann ein Haifischbecken, viel zu voll.“ Das gelte umso mehr nach dem Umbau des Freibads.auch 25“, weiß er aus Erfahrung.

„Wir hatten ja keine Vorstellung, wie das Bad aussehen wird“, sagt Lenau und schwärmt zugleich vom Ergebnis: „Das ist hochedel.“ Die Brücke über das Schwimmerbecken sei ein wahrer Blickfang, die Rutschbahn für die Kinder einfach toll. Am besten aber sei, dass das Wasser nun beheizt werde. „Das ist herrlich und für uns ein echtes Highlight.“

Zur Diskussion über die Eintrittspreise sagt Lenau, diese seien moderat und bezahlbar. „Eine Jahreskarte für 280 Euro ist in Ordnung.“ Ob die Einzelpreise passten, könne er nicht beurteilen: „Für mich lohnt sich die Jahreskarte.“ Er sei vielmehr dankbar, dass die Wirtschaftsbetriebe den Mut zum Investieren gehabt hätten. „Damit sichern sie uns die Zukunft des Bades.“

Diese Einschätzung teilt auch Kietzmann, schließlich datiere die Eröffnung der Anlage auf das Jahr 1956. „Damals gab es hier nur wenige Häuser, dafür umso mehr Felder“, sagt er. Gleichwohl habe sich die Fläche angeboten wegen der Nähe zum Wasserwerk, das die Versorgung übernahm. Erst 24 Jahre später entstand das Hallenbad, das 1989 um den Spaßbereich mit Baby- und Planschbecken sowie Rutsche erweitert wurde.

Auch wenn Frühschwimmer wie Lenau und Artur Geißler bislang im kalten Wasser des ?Außenbeckens ihre Bahnen zogen: „Bei der Austragung von Wettkämpfen haben wir dieses Manko zu spüren bekommen“, sagt Kietzmann. Zwar trugen am Anfang auch Sportler ihre Wettkämpfe Am Nassen Berg aus. Doch mit zunehmender Konkurrenz von Freibädern in der Region, die das Wasser in den Becken erwärmen, wanderten die Sportler ab.

Zurückkommen werden sie auch jetzt nicht mehr, denn das einst sechs Bahnen umfassende 50-Meter-Schwimmerbecken ist nach dem Umbau nur noch auf zwei Bahnen wettkampfgerecht. Dafür, so hofft Stammgast Lenau, kommen nun wieder mehr Familien auf die 30?000 Quadratmeter große Anlage mit zwei kleinen Becken für Kinder und einem Kiosk, der die Schwimmer aller Altersgruppen versorgt.

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Von Redakteur Antje Bismark

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