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Handwerker führen Regie

Burgdorf Handwerker führen Regie

Das Gymnasium am Berliner Ring ist derzeit eine Baustelle. Vom Dach bis in den Keller sind Handwerker dabei, zusätzliche Klassenräume herzurichten, die Chemiefachräume zu modernisieren sowie die Aula mit Foyer den Brandschutzbestimmungen entsprechend umzugestalten. Eine Million Euro investiert die Stadt in diesem Jahr in den Umbau des Schulgebäudes.

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Werner Stakemann (links) und Günther Marsch stehen zwischen den Kabeln für die Chemieräume.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Seit Anfang des Jahres wird im Gymnasium gebaut. Zunächst wurde ein Geschoss im B-Trakt, in dem sich hauptsächlich Klassenräume befinden, während des Schulbetriebs erneuert. „Dort herrschte noch der Urzustand aus den Siebzigerjahren“, sagt Werner Stakemann von der städtischen Gebäudewirtschaft. Er und Günther Marsch sind verantwortlich für die Bauarbeiten im Gymnasium.

Seit die Schüler in den Ferien sind, gehört die Schule den Handwerkern. „Zwölf Firmen haben wir im Haus“, sagt Stakemann und zählt die Gewerke auf: „Elektriker, Sanitärinstallateure, Trockenbauer, Maler, Tischler, Heizungsbauer, Fußbodenverleger und Schadstoff- entsorger.“

Es geht um drei Baubereiche in der Schule:

Die Fachräume für Chemie im zweiten Obergeschoss werden modernisiert. Neue Versorgungsleitungen - Strom, Wasser, Gas und EDV - werden zu zentralen Anschlusssäulen verlegt, sodass die Arbeitstische künftig frei zu bewegen sind.

Mit dem Abriss des C-Trakts gehen dem Gymnasium Klassenräume verloren. Deshalb werden vor allem in Trakt A neun Räume revitalisiert, wie Stakemann es nennt. „Diese wurden bislang wegen der sanierungsbedürftigen Bausubstanz nicht genutzt.“ In einem Raum beispielsweise ist es im Winter zu kalt gewesen. Dort werden jetzt die Wände von innen gedämmt und die undichte Lichtkuppel ausgebaut. Im Souterrain, bislang für darstellendes Spiel genutzt, entstehen drei neue Räume - für Musik, die Schulbuchausleihe und fürs Theaterspiel. Wie an vielen Stellen des rund 40 Jahre alten Schulgebäudes gibt es auch im Souterrain schadstoffhaltige Baustoffe: Auf dem Fußboden sind Stampfasphaltplatten verlegt. „Wenn deren Oberfläche beschädigt wird, können gesundheitsschädliche Stoffe entweichen“, sagt Bärbel Meinecke vom Architektenbüro Höhlich und Schmotz, das die Bauarbeiten im Gymnasium begleitet. „Deshalb versiegeln wir sie mit Linoleum.“

Schadstoffe erschweren auch die Sanierung von Aula und Foyer. Wegen des Brandschutzes muss die Wandverkleidung aus Holz verschwinden. Kein Akt, wenn sie nicht mit gesundheitsgefährdender Mineralfaser gedämmt wäre. So muss der Arbeitsbereich hermetisch abgeschottet werden, damit beim Abriss keine Fasern in die Raumluft gelangen. Es darf nur in Schutzanzügen gearbeitet und die Mineralfaser muss feucht in Säcke gefüllt werden. „Wegen des Aufwands wird die Aula erst im Oktober fertig“, sagt Stakemann. „Es ist sehr schwierig, den Zeitplan für die gesamten Bauarbeiten einzuhalten. Denn alle Firmen sind wegen der Schulferien komplett ausgelastet.“

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