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Pirat will Rat als Einzelkandidat entern

Burgdorf Pirat will Rat als Einzelkandidat entern

Eine bessere Haushaltslage, Schallschutz an der Bahn, keine Windparks in der Nähe von Wohnhäusern und Renovierung von Schulen – mit diesen Themen will Hans-Jürgen Hey bei der Kommunalwahl für die Piraten-Partei punkten.

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Hans-Jürgen Hey kandidiert bei der Kommunalwahl für den Burgdorfer Rat und die Regionsversammlung für die Piraten-Partei.

Quelle: privat

Burgdorf. Der 65-Jährige kandidiert zum zweiten Mal für den Burgdorfer Rat und die Regionsversammlung. Während ihm etwa 40 Stimmen fürs erste Gremium fehlten, arbeitet er seit fünf Jahren auf Regionsebene mit Michael Fleischmann (Linke) zusammen. Auch wenn der gelernte Tischler und Industriekaufmann das Ehrenamt aufgrund seiner Frühverrentung inzwischen als Full-Time-Job ausübt: Missen möchte er die Arbeit nicht mehr. „Mir gefällt am besten, dass ich Verantwortung übernehmen kann“, begründet er seine Motivation.

Ob Fracking oder der Wegfall von Durchsagen an Bahnsteigen: „Ich setze mich für Themen ein, die die Menschen direkt betreffen“, sagt Hey im Rückblick auf seine Arbeit in der Regionsversammlung. Oft genug übernähmen große Fraktionen seine Anregungen: „Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“ Eine feste Koalition mit anderer Partei oder Wählergruppe sehe er deshalb auch für die nächsten fünf Jahre nicht als erstrebenswert an – weder auf lokaler noch auf regionaler Ebene. „Es geht ja schließlich um Sachthemen und nicht um Parteipolitik“, sagt Hey.

Er kam nach dem Bundestagswahlkampf 2009 zu den Piraten: „Mich hat deren Programm überzeugt, weil ich gern im Internet unterwegs bin, mich aber nicht gern zensieren lasse“, sagt er und fügt hinzu, auch die Regelung, dass die Piraten nicht nach dem Fraktionszwang, sondern nach ihrem Gewissen abstimmen, ihn überzeugt hätten. „Was ist für die Menschen von Vorteil?“ – das sei seine Basis für eine Entscheidung.

Bei einem Einzug in den Burgdorfer Rat will er dieses Herangehen fortsetzen. Als wichtigste Themen benennt er einen erweiterten Schallschutz für Menschen, die entlang der Bahnstrecke wohnen, eine Verbesserung der Haushaltslage, einen größeren als bislang geplanten Abstand zwischen Wohnhäusern und Windrädern sowie die Renovierung von Schulen.

Einen Wahlkampf werde er nicht führen: „Ich setze meine Sacharbeit in der Region fort.“ Aber über pirat-juergen.blogspot.de könne ihn jeder Interessierte kontaktieren.

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