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Helfende Hände aus Afrika

Burgdorf Helfende Hände aus Afrika

Am Freitag feiert der Culturzirkus, der vom Jonny B. organisiert wird, Premiere. Ohne Hilfe wäre das wohl nicht möglich gewesen. Vor allem eine Gruppe junger Flüchtlinge fasste ordentlich mit an.

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Yacoliba (26, links) und Ugbay (22) verlegen akribisch eine Bodenplatte nach der anderen im mehr als 30 Grad heißen Zelt.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Burgdorf. Schier erbarmungslos knallt die Sonne auf das buntgestreifte Zeltdach. An die 30 Grad Celsius ist es warm, unter dem Zelt steht die Luft. Doch Yacoliba (26), Ugbay (22) und den anderen jungen Männern scheint das nichts auszumachen. Akribisch verlegen sie eine Bodenplatte nach der anderen. Später müssen noch die Stühle aufgestellt werden. Schließlich muss am Sonnabend zur Premiere um 17 Uhr des Culturzirkus vom Jonny B. alles fertig sein. Die sieben Flüchtlinge aus Eritrea und der Elfenbeinküste helfen, das Zelt aufzubauen.

Organisiert hat die Zusammenarbeit Uschi Wieker vom Mehrgenerationenhaus. „Wir wollen damit die Jugendlichen ins gesellschaftliche Leben einbinden und sie mit den Burgdorfer Jugendlichen zusammenbringen“, sagt die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses. Einmal in der Woche veranstaltet sie deshalb im Jonny B. auch ein gemeinsames Essen.

Sozialpädagogin Traude Minke leitet die Zirkusgruppen im Jugendtreff. Sie freut sich über die Hilfe der Flüchtlinge: „Die Manpower kam uns wirklich gelegen“, sagt sie. Die Mittel für solche Veranstaltungen seien immer begrenzt. Und je mehr Leute bei so einem Aufbau mit anpackten, desto besser. Natürlich gab es bei der Zusammenarbeit ein paar Verständnisprobleme. Doch die wurden mit einem Sprachmix aus Englisch und Deutsch so gut es ging überwunden. Und im Notfall mussten eben Hände und Füße eingesetzt werden. „Das fördert auf jeden Fall die Kommunikation“, sagt Minke.

Für ihre Hilfe werden Yacoliba, Ugbay und die anderen nicht entlohnt - sie bekommen aber freien Eintritt bei den Aufführungen. „Die Arbeit macht aber Spaß“, sagt Yacoliba. Und sie ist eine Abwechslung vom manchmal tristen Alltag, der oft nur aus Deutschunterricht und viel Langeweile besteht. „Ich habe ihnen gesagt, sie sollen sich nützlich machen“, sagt Uschi Wieker. Schließlich sei das Gesellschaftsleben ein Geben und Nehmen. Die jungen Männer haben nicht gezögert.

Von Isabell Rollenhagen

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