Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Gute Aussicht auf mehr Lärmschutz in Otze

Burgdorf/Lehrte/Sehnde Gute Aussicht auf mehr Lärmschutz in Otze

Mit guten Nachrichten für die Ortschaften entlang der Güterzugvorrangstrecke Celle–Lehrte ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt nach Otze gekommen. Er habe die mündliche Zusage aus dem Bundesverkehrsministerium, dass der Lärmschutz für die Anlieger verbessert werde.

Voriger Artikel
Hunde bringen Senioren zum Lächeln
Nächster Artikel
Stadt verleiht Kunstpreis Anfang Dezember

Alle Güterzüge, die Otze passieren, fahren auf ihrem Weg nach Lehrte auch mitten durch die Burgdorfer Innenstadt. Die Bürgerinitiative Bios hat am Otzer Bahnübergang in 24 Stunden 30 Züge mit solchen Schüttgutwaggons gezählt.

Quelle: Archiv

Otze. „Ich versuche, diese Zusage vom Staatssekretär auch schriftlich zu bekommen. Das gestaltet sich allerdings schwieriger“, sagte Hoppenstedt. Demnach soll der Lärmschutz an der Strecke dem Standard von Neubaustrecken angeglichen werden. Hoppenstedt war am Dienstagabend auf Einladung der Bürgerinitiative Otze Schiene (Bios) in den Burgdorfer Ortsteil gekommen. Das Interesse der Bürger war enorm: Im Altenteilerhaus drängten sich mehr als 40 Besucher, darunter auch Vertreter des Infrastrukturforums „StARK“ aus dem Stadtgebiet Lehrte.

Die Bahn plant für die Strecke Celle–Lehrte im Rahmen der Alpha-E-Variante eine sogenannte Blockverdichtung. Das bedeutet, der Abstand zwischen zwei Signalen wird verkürzt, damit mehr Züge unterwegs sein können. Die Prognosen gehen davon aus, dass sich bis zum Jahr 2030 vor allem die Zahl der Güterzüge auf diesem Streckenabschnitt verdoppelt.

Eine Verbesserung des Lärmschutzes für die von der Zunahme des Zugverkehrs betroffenen Kommunen ist eine zentrale Forderung des Dialogforums Schiene-Nord. Dieses Forum, in dem die Landkreise und Bürgerinitiativen der betroffenen Regionen Norddeutschlands vertreten sind, hatte seine Zustimmung zur Alpha-E-Variante an neun Bedingungen geknüpft.

Hoppenstedt hatte eine weitere gute Nachricht in punkto Lärmschutz. Das Förderprogramm für die Umrüstung der Güterwaggons auf lärmarme Achs- und Bremssysteme sei beschlossen worden. Alle Marktteilnehmer, auch ausländische Unternehmen, erhalten laut Hoppenstedt einen Zuschuss von 50 Prozent für die Umrüstung. „Die DB Cargo will sämtliche Waggons bis 2020 umgerüstet haben“, berichtete der Bundespolitiker.

Weniger problematisch sieht Hoppenstedt den Umbau der höhengleichen Bahnübergänge. Er versicherte, dass die Bahn die Mittel hat, das zu finanzieren. Allerdings will er die Kommunen nicht ganz aus der Pflicht lassen. „Ich weiß, dass die Stadt Burgdorf das anders sieht“, sagte er mit Blick auf Bürgermeister Alfred Baxmann, der neben ihm saß. Aber die Einwohner hätten von Unterführungen auch Vorteile, denn die Wartezeiten vor der geschlossenen Schranke würden schließlich komplett entfallen, argumentierte er.

Zudem bestätigte er, dass die Bahn für jeden Streckenabschnitt der Alpha-E-Variante einen Bürgertisch – eine weitere Forderung des Dialogforums – einrichten werde. Burgdorfs Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann, der die Interessen von Burgdorf, Lehrte und Sehnde im Projektrat zur Alpha-E-Variante vertritt, hatte schon vor einigen Wochen darüber berichtet.

Angetan war Hoppenstedt von der Arbeit der Otzer Bürgerinitiative: „Es ist vorbildlich, wie sich hier in Burgdorf gekümmert wird. Andere betroffene Kommunen sind längst nicht so aktiv.“ Die Bios-Vertreter hatten zuvor das Ergebnis ihrer Zählaktion vorgestellt. 35 Mitglieder hatten im Oktober 24 Stunden lang jeden Zug gezählt, der Otze passierte, und dessen Lärmpegel gemessen.

Hoppenstedts Fazit: „Ich habe eine Menge begriffen und sehe, wie groß die Belastung durch den Zugverkehr jetzt schon ist. Ich kann Ihnen versprechen, dass wir uns kümmern, um das Beste herauszuholen.“

doc6sdk8hm63ygczvf17xm

Manfred Kuchenbecker (rechts), Sprecher der Bürgerinitiative Otze Schiene, begrüßt den Bundesabgeordneten Hendrik Hoppenstedt im historischen Altenteilerhaus in Otze.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6spbwii5es91l9mp4k4p
Rat peilt die schwarze Null an

Fotostrecke Burgdorf: Rat peilt die schwarze Null an