Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Der neue Schulplaner ist an Bord gegangen

Burgdorf Der neue Schulplaner ist an Bord gegangen

Seit einer Woche ist er an Bord: Henry Bauer, der erste Schulentwicklungsplaner der Stadt Burgdorf, hat die Arbeit aufgenommen. Bis Weihnachten will er sich einen Überblick verschafft haben über die anstehenden Herausforderungen.

Voriger Artikel
Land fördert die Betreuung der Jüngsten
Nächster Artikel
Otze - ein Dorf feiert seine Kinder

Henry Bauer hat als Schulentwicklungsplaner bei der Stadt Burgdorf angeheuert.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Bauer ist 35 Jahre alt. Der gebürtige Magdeburger wohnt in Uetze, wo er die vergangenen vier Jahre im Rathaus zunächst mit organisatorische Aufgaben betraut war, bevor er zuletzt im Team Schule, Kultur und Sport Projektarbeit leistete. Projektarbeit liege ihm, sagt er. Und so verstehe er im übrigen auch seinen neuen Job in Burgdorf, den vor ihm noch keiner versah, weil es ihn gar nicht gab, bevor ihn die Schulelternschaft durchboxte gegen Bedenken von Stadtspitze und Teilen des Rates, die meinten, Schule sei nicht planbar.

Dass Schule doch planbar ist und die Stadt als Schulträger den Bedürfnissen von Schüler, Eltern und Lehrern gerechter werden kann, als dies in der Vergangenheit der Fall war, ist der Kern von Bauers neuer Tätigkeit. Damit er das schafft, ringelt er in diesen Tagen von Schule zu Schule, besucht die Sekretariate, stellt sich der Schulleitungen vor, hört sich deren Sorgen an. Heute klopft er bei der IGS an.

Auch verwaltungsintern hat er die Spur bereits aufgenommen, hält ein Ohr rein etwa in die Planungsgruppe für die im Aufbau befindliche Integrierte Gesamtschule, die einen Neubau erhalten soll.

An die eigentliche Schulentwicklungsplanung, also die ständige Anpassung der von der Stadt zur Verfügung gestellten Bildungsinfrastruktur an schwankende Schülerzahlen, wechselnde Raumbedarfe und technische Entwicklungen, muss sich Bauer freilich erst herantasten. Damit hatte er im Uetzer Rathaus nichts zu tun. Drum liest er sich ein, etwa in den Wust an Daten, den ihm der Stadtcontroller Theo Kauter zusammengetragen hat.

Notwendiges Handwerkszeug aneignen will er sich zudem bei einer zweitägigen Schulung für Schulentwicklungsplaner, die der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung im November in Bergisch-Gladbach anbietet: Dort geht es um die richtige Software und den Umgang mit der Datenbasis. Auch wie er Elternwünsche ermittelt, lernt er dort.

Bis sich Bauer, der im März nächsten Jahres das erste Mal Vater wird, das alles draufgeschafft haben wird, will er sich die Zeit nehmen, sich mit den Raumplänen sämtlicher Schulen zu befassen. Er will, so sagt er, alle Pläne mit dem Ist-Zustand und den Bedürfnissen in den jeweiligen Schulen abgleichen, um dann die tatsächlichen Raumbedarfe erheben zu können. „Das wird eine spannende Entwicklung“, glaubt der Diplomverwaltungsökonom.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xez1gaopm11h45vfidl
Originelle Kreationen bei Kunst und Handwerk

Fotostrecke Burgdorf: Originelle Kreationen bei Kunst und Handwerk