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Hochwasserschutz kontra Windenergie

Burgdorf Hochwasserschutz kontra Windenergie

Die Ratspolitiker wollen sich nicht damit zufrieden geben, dass die Region Hannover die Erweiterungsfläche für den Ehlershäuser Windpark aus dem Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms streicht. Als Grund für ein Bauverbot führt die Region den Hochwasserschutz an.

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Windräder spiegeln in einer Wasserfläche auf Feldern in der Region Hannover.

Quelle: Julian Stratenschulte

Ehlershausen. Nach Ansicht der Ratspolitiker ist die Ausweisung des Areals als Vorranggebiet für den Hochwasserschutz kein Grund, den Bau von Windrädern auszuschließen. Genauso das will die Region aber tun. Das Landesamt für Wasserwirtschaft hat vor Kurzem größere Überschwemmungsgebiete für die Burgdorfer Aue ausgewiesen, um für ein Jahrhunderthochwasser gewappnet zu sein.

Seit 1975 habe es im Bereich zwischen Obershagen und der Regionsgrenze keine Überschwemmungen mehr gegeben, sagte WGS-Ratsherr Kurt-Ulrich Schulz. Die Schöpfwerke bei  Adelsheidsdorf in der Aue führten de facto dazu, dass Überschwemmungen unwahrscheinlich seien. Falls die Aue doch einmal über die Ufer träte, stünde das Wasser höchstens 30 Zentimeter hoch auf den Feldern. „Wie sollte das die Standfestigkeit der Windräder gefährden“, so Schulz, der jahrzehntelang für das Amt für Agrarstruktur Flurbereinigungen plante.

Sie werde Schulz’ Bedenken in die Stellungnahme Burgdorfs zum Regionalen Raumordnungsprogramm mit aufnehmen, versicherte Martina Behnke vom Stadtplanungsamt. „Denn wir teilen die Ansicht der Region nicht, weil sie nicht nachvollziehbar ist“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann.

Ohne neue Windenergieflächen bei Ehlershausen werde es auf die Ausweitung der Vorrangfläche Schillerslage-Otze hinauslaufen und zwar mit nur 800 Meter Abstand zum Dorf, befürchtet Schulz. "Die Region verhindert, dass wir weitere Windräder in Burgdorf bekommen", sagte Carl Hunze (CDU). Denn wenn auch der Otzer Bruch, wie abzusehen, nicht als Vorrangfläche für Windenergienutzung ausgewiesen werde, gebe es bis auf Dachtmissen keine weitere Windenergienutzung.

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