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Hoppenstedt kritisiert Abschiebepraxis des Landes

Burgdorf Hoppenstedt kritisiert Abschiebepraxis des Landes

Gemeinsam mit Mitgliedern und Interessierten hat die CDU im Stadthaus über die Flüchtlingskrise diskutiert. Gastredner war der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt.

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Burgdorfer diskutieren mit Hendrik Hoppenstedt über die Flüchtlingskrise.

Quelle: Sabine Gurol

Burgdorf. Der schwarze Peter würde gern nach Berlin geschoben, monierte Hoppenstedt, dabei seien vor allem die Länder in der Pflicht. Der 43-Jährige kritisierte unter anderem, dass in Niedersachsen zahlreiche abgelehnte Asylbewerber nicht abgeschoben würden.

Die Frage nach nicht vollzogenen Abschiebungen war eine der intensiver diskutierten Themen an diesem Abend. Viele der Anwesenden nutzten die Veranstaltung, um ihren Ängsten und Besorgnissen Ausdruck zu verleihen. Einige sorgten sich um die mögliche Entstehung von Parallelgesellschaften, andere um einen möglichen Missbrauch der Sozialsysteme.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Mirco Zschoch, warb für eine offene Diskussion und betonte gleichzeitig, dass es keine schnellen Lösungen geben werde. „Wer einfache Antworten verspricht, macht falsche Hoffnungen“, sagte er.

Zschoch trug die nach seiner Aussage neuesten Flüchtlingszahlen für Burgdorf vor. Demnach würden bis Januar 2016 zusätzlich zu den bisher in Burgdorf lebenden 160 Flüchtlingen weitere 216 erwartet. „Die Herausforderung besteht darin, Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, sagte der Ratsherr. Als mögliche Unterkunft nannte er die Mehrzweckhalle in Schillers- lage. Diese hatte die Stadtverwaltung schon im Februar ins Spiel gebracht. Aber auch weitere Standorte müssten geprüft werden, forderte Zschoch.

Ursula Wieker, Koordinatorin des Burgdorfer Mehrgenerationenhauses, warb dafür, in Flüchtlingen auch eine Chance zu erkennen. „Uns fehlt Bevölkerung“, sagte sie, vor allem junge Menschen brauche die alternde Gesellschaft in Deutschland.

Auch Hoppenstedt warnte davor, beim Thema Flüchtlinge in Schwarz-Weiß-Denken zu verfallen. „Ich glaube, es hängt, wie so oft im Leben, an den Menschen“, sagte der frühere Bürgermeister der Nachbarstadt Burgwedel.

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