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IGS platzt aus allen Nähten

Burgdorf IGS platzt aus allen Nähten

Teurer Erfolg: Weil so viele Eltern ihre Kinder an der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) anmelden, dass laut Prognose pro Jahrgang sechs Klassen gebildet werden müssen, reicht der Platz in der Realschule nicht aus. Die Stadt schließt einen Neubau nicht länger aus.

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IGS-Leiter Rudolf Alker erläutert im Ratsausschuss die aktuelle Situation in der neugegründeten Schule.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Der fulminante Start der IGS und seine Folgen beschäftigte am Montagabend den Ratsausschuss für Schulangelegenheiten. Dort brach sich in einer ebenso intensiv wie sachlich geführten Diskussion bei den Kommunalpolitikern die Erkenntnis Bahn, dass die Stadt an einem teuren Erweiterungsbau oder womöglich sogar an einem Neubau nicht vorbeikommt. Jedenfalls dann nicht, wenn sich die gegenwärtig unterstellte Annahme bewahrheitet, dass die IGS fortan sechszügig geführt werden muss.

Dafür sprechen die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen zur Schülerentwicklung. Stadtrat Michael Kugel empfahl, davon auszugehen, dass in Zukunft pro Jahrgang 55 Prozent der Burgdorfer Eltern ihr Kind zur IGS schicken werden. Zehn Prozent dieser Schüler hätten sonderpädagogischen Förderbedarf; sie zählen doppelt. Das bedeutet: Die IGS müsste, laut Kugel vielleicht noch in diesem Schuljahr, bald sechs Klassen pro Jahrgang bilden.

Momentan besuchen nach Darstellung von Schulleiter Rudolf Alker 135 Schüler die IGS. Die wachsende Zahl schulpflichtiger Flüchtlingskinder stellten eine zusätzliche Herausforderung dar, sagte IGS-Lehrerin Saskia van Waveren-Matschke.

Wäre es bei der ursprünglich angenommenen Vierzügigkeit geblieben, hätte bei auslaufender Realschule der Raumbedarf der neuen Schule in dem Gebäudeensemble Vor dem Celler Tor gedeckt werden können. So aber nicht. Die Konsequenz: „Wir müssen neu nach- und auch den großen Wurf denken, der für die Zukunft trägt“, forderte WGS-Ratsherr Wolfgang Obst. CDU-Ratsherr Kai Peters warf ein: „Wenn ich das alles richtig verstehe, dann reden wir über einen Neubau.“ Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) widersprach nicht: „Wir planen im zuerst mal Bestand.“ Sollte das nicht reichen, müsse man auch einen Abriss des Realschulflügels zum Langen Mühlenfeld hin und einen Neubau ins Auge fassen. „Wir müssen nicht kleinkariert, sondern groß denken“, fasste Ausschussvorsitzender Hartmut Braun (Grüne) die Diskussion zusammen.

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