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Brexit wirkt sich auf lokale Firmen aus

Burgdorf Brexit wirkt sich auf lokale Firmen aus

Was bedeutet der Brexit für die Unternehmen diesseits und jenseits des Ärmelkanals – und beispielsweise auch für Burgdorfer Firmen? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Montagmittag der CDU-Europaabgeordnete Burkhard Balz auf Einladung der Mittelstandsvereinigung (MIT) im StadtHaus.

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Im Gespräch (von links): Mirco Zschoch, Burkhard Balz und Armin Pollehn.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Gleichwohl: Wie diese Auswirkungen aussehen werden, das vermag nach Einschätzung des Politikers derzeit niemand verlässlich zu sagen. „Weder die britische Wirtschaft oder Politik noch die Europäische Union hatte mit diesem Schritt gerechnet“, sagte Balz. Er ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass die Entscheidung inklusive der anstehenden Austrittsverhandlungen ihre Spuren hinterlassen werden.

Für Armin Pollehn, MIT-Vorsitzender für Burgdorf und Lehrte, beispielsweise bedeutet der Brexit eine Unsicherheit für eines seiner beiden Unternehmen: „Wir bauen eine Sprachschule für jung Gebliebene auf, da müssen wir jetzt eben abwarten, wie sich das geplanten Sprachreisen auf Visa auswirkt“, nannte er ein Beispiel. Wie CDU-Fraktionschef Mirco Zschoch, zugleich MIT-Vorsitzender auf Kreisebene, schlug auch Balz den Bogen von der europäischen zur Kommunalpolitik, schließlich steht in 19 Tagen die Wahl der Räte und Ortsräte an. „Und da muss sich die EU schon fragen lassen, ob und was sie alles reglementieren will“, nannte Balz die zweite große Aufgabe neben „sehr harten Austrittsverhandlungen“.

Er fordere eine Analyse zum Brexit, aber auch der Aufgaben, die die EU übernehmen müsse. „Wir alle bemerken einen erstarkten Nationalismus in einigen Staaten“, sagte er. Diese Entwicklung berge die Gefahr, dass auch diese Länder den Weg der Briten gehen wollen. Deshalb müsse sich die EU auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. „Natürlich müssen internationale Banken auf europäischer Ebene kontrolliert werden, aber eben nicht das deutsche System der Sparkassen und Volksbanken“, sagte er.

Auch Pollehn bestätigte, dass die neuen Sicherheitsregularien die regionalen Banken vor große Probleme stellten. „Das Projekt eines geeinten Europas hat nichts an seiner Attraktivität verloren, aber an der Umsetzung hakt es“, bilanzierte Balz die vergangenen Wochen und ermunterte seine Zuhörer, sich für das Projekt einzusetzen.

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