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Bohrschlammgrube bei Heeßel entdeckt

Uetze Bohrschlammgrube bei Heeßel entdeckt

Nicht nur im Nordosten Niedersachsens gibt es Bohrschlammgruben. Auch der Osten der Region ist reich an Altlasten der Erdölgewinnung. Jetzt gibt es Hinweise, dass es im Burgdorfer Stadtgebiet nicht zwei, sondern vier solcher Areale gibt, die teilweise sogar landwirtschaftlich genutzt werden.

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Die Grafik zeigt die Lage von Bohrschlammgruben im Stadtgebiet: Neu sind Hinweise auf Gruben nörd-lich Heeßels (ID-Nummer 1224) und östlich Wefer-lingsens ((ID-Nummer 1738).

Quelle: Llorens

Burgdorf. Die SPD-Ratsfraktion sowie die CDU-Ortsratsfraktion Ramlingen-Ehlershausen hatten Anfragen zu möglichen weiteren Altlasten der Erdölförderung gestellt. Die Antworten gibt das Team Abfall und Bodenschutz der Region Hannover: Neu sind demnach Hinweise auf weitere Bohrschlammgruben bei Dachtmissen und Heeßel.

- Dachtmissen II, ID-Nummer 1738, liegt vermutlich östlich von Weferlingsen. Die genaue Lage ist laut Region nicht bekannt. Im mutmaßlichen Umfeld finden sich sowohl Ackerland als auch Brachland.
- Heeßel I, ID-Nummer 1224, liegt etwa 500 Meter nördlich der Ortslage Heeßel. Von dieser Fläche ist bekannt, dass sie ackerbaulich genutzt wird.

Das Team Abfall und Bodenschutz teilt auf Anfrage des Anzeigers mit, dass beabsichtigt sei, diese Altlasten in Heeßel und Dachtmissen II - beide Gruben gehören dem Mineralölkonzern ExxonMobil - erstmals untersuchen zu lassen. Dabei geht es zunächst um die historische Erkundung und eine erste Bewertung. Im zweiten Schritt werden Bodenproben untersucht. Bestätigt sich der Verdacht auf Schadstoffe, ist laut Region zu klären, ob davon eine Gefahr ausgeht – wenn ja, ist diese auszuräumen.

-  Von der Zentralschlammgrube Dachtmissen I (ID-Nummer 1231) geht solch eine Gefahr offenbar aus. Ihre Lage ist seit Längerem bekannt. Sie befindet sich etwa 200 Meter nördlich der Ortsbebauung von Dachtmissen und wird als Acker genutzt. Nach mehreren Untersuchungen, auch hinsichtlich des Wirkungspfads Boden-Nutzpflanze, hat der Eigentümer ExxonMobil entschieden, die Grube vollständig zu räumen und zu rekultivieren. Das war 2014 – bislang ist aber noch nichts geschehen.

-  Auf der Sonderabfalldeponie Ehlershausen östlich der B 3 lagern neben Hausmüll und Laugen auch Mineralölschlämme. Regelmäßige Kontrollen zeigen laut Region keine Auffälligkeiten, deshalb ist keine Sanierung geplant, aber die marode Umzäunung soll erneuert werden.

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