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Drei Hochsitze im Jagdrevier zerstört

Burgdorf Drei Hochsitze im Jagdrevier zerstört

Im Jagdrevier Dachtmissen sind in der Nacht zu Sonnabend drei Jagdkanzeln zerstört worden. Nach ersten Ermittlungen will die Polizei in Burgdorf nicht ausschließen, dass dort militante Tierschützer am Werk waren.

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Die Polizei sucht Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Beobachtungen im Jagdrevier Dachtmissen und auf den umliegenden Straßen gemacht haben.

Quelle: Symbolbild

Dachtmissen. Für ein planmäßiges Vorgehen der Täter spricht, dass die Hochsitze in dem Jagdrevier zwischen der Landesstraße 311 und der Bundesstraße 188 systematisch beschädigt wurden. "Das war kein Dummer-Jungen-Streich", sagte ein Polizeibeamter am Montagnachmittag auf Nachfrage. An einer rund drei Meter hohen fest installierten Jagdkanzel wurden drei von vier Stützbalken durchgesägt, der vierte angesägt. Bei der zweiten festen Kanzel sind alle Fenster eingeschlagen worden. An allen beiden wurden die Sprossen der Leitern durchgesägt. Die Täter müssen also eine Säge mitgenommen haben. Von dem mobilen Hochsitz sind die Stützpfeiler verschwunden, und ein Stuhl wurde in die Aue geworfen.

Darüber hinaus haben die Unbekannten ein Weidezaungerät zerstört, das den Strom liefert für einen Zaun, der ein Kartoffelfeld vor Wildschweinen schützt. Die Borstentiere können auf Kartoffeläckern binnen kurzer Zeit erheblichen Schaden anrichten, den der Revierinhaber begleichen muss. Das könnten nach Angaben des Jagdpächters schnell 5000 bis 6000 Euro sein, sagte ein Polizeibeamter auf Anfrage.

Alle drei Tatorte befinden sich auf einer Strecke von rund vier Kilometern, die die Täter vermutlich zu Fuß zurückgelegt haben, teilt die Polizei mit. Möglicherweise war im Wald selbst auch nur ein Täter aktiv. Es spricht aber viel dafür, dass mindestens zwei an der gesamten Aktion beteiligt waren. Denn gegen 23 Uhr ist einem Zeugen ein Auto, vermutlich ein Kombi, aufgefallen, das längere Zeit mit laufendem Motor am sogenannten Hundeauslaufplatz nahe der L 311 auf halber Strecke zwischen Dachtmissen und Hänigsen stand und offenbar gewartet habe. Weitere Angaben zu dem Fahrzeug konnte der Zeuge nicht machen.

Möglicherweise gibt es noch andere Autofahrer, Landwirte oder Radfahrer, die in der Nacht zu Sonnabend verdächtige Beobachtungen in dem Gebiet gemacht haben und Hinweise zu dem Fahrzeug mit laufendem Motor geben können. Die Polizei bittet sie, sich unter Telefon (05136) 88 61 41 15 zu melden.

Vor etwa zweieinhalb Monaten sind im selben Revier schon einmal Jagdkanzeln beschädigt worden. Allerdings nicht in solch einem Ausmaß wie am Wochenende. Der jüngste Schaden wird mit rund 1500 Euro angegeben.

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