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Erzieher - dringend gesucht

Burgdorf Erzieher - dringend gesucht

Gleich drei Erzieher verlassen zum 1. Oktober die Kita Schillerslage – dies gab Nicole Raue, Leiterin der städtischen Jugendverwaltung, am Montagabend im Ausschuss für Jugendhilfe und Familie bekannt.

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Mit einem Aushang informiert die Kita Schillerslage über den Weggang von drei Erzieherinnen.

Quelle: Bismark

Burgdorf.  „Eine Kollegin verlässt uns komplett“, sagte Raue und fügte hinzu, zwei weitere Erzieherinnen würden innerhalb der Stadtverwaltung neue Aufgaben übernehmen. „Über diese Situation hat die Einrichtung die Eltern bereits informiert“, sagte die Fachfrau.

Ihren Angaben zufolge versucht die Stadt, den Weggang der Mitarbeiterinnen über Vertretungskräfte zu kompensieren. „Um im Interesse der Kinder einen weiteren Wechsel zu verhindern, wollen wir Personal einsetzen, das längerfristig in Schillerslage bleibt“, sagte Raue. Allerdings müsse die Verwaltung dabei auch die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle der etwa 110 Beschäftigten berücksichtigen. „Es muss letztlich genau passen.“ Raue betonte, dass die Betreuung der 35 Jungen und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren nicht gefährdet sei: „Noch läuft die Eingewöhnungsphase, so dass die Einrichtung noch nicht komplett ausgelastet ist.“ Insgesamt stehen den Familien 50 Plätze zur Verfügung. Sobald alle belegt seien, erhöhe sich auch der Druck.

Sowohl die Leiterin der städtischen Jugendverwaltung als auch Bürgermeister Alfred Baxmann wiesen in der Sitzung darauf hin, dass sich die Suche nach Fachkräften sehr schwierig gestalte. Das betreffe nicht nur die Kitas, sondern auch die Gebäudewirtschaft und das Familienservicebüro. Diese Einrichtung schließt im September immer freitags für den Publikumsverkehr, damit die Beschäftigten in dieser Zeit die bereits vorliegenden Anträge bearbeiten können.

„Gerade im Oktober ist es sehr schwer, neue Mitarbeiter für die Kitas zu finden“, sagte Birgit Meinig (SPD) aus eigener Erfahrung, sie kümmert sich hauptberuflich um die Kitas im Kirchenkreis. Denn die Absolventen könnten sich angesichts der großen Nachfrage aller Kommunen die Arbeitsplätze aussuchen – die Verträge seien längst unterschrieben. Diese Einschätzung bestätigte auch Raue, nachdem sich auf Stellenanzeigen kaum oder keine Bewerber gemeldet hätten.

Dabei sei Burgdorf kein unattraktiver Arbeitgeber, sagte Stadtrat Michael Kugel: Aber das Beamtenrecht und der Tarifvertrag gäben eben die Rahmen vor. Eine verstärkte Akquise von Quereinsteigern, die AfD-Ratsfrau Christiane Wichmann ins Gespräch brachte, bezeichneten Christiane Gersemann (SPD) und Antje Kuchenbecker-Rose, Vertreterin der Schulen, als schwierig. „Es gibt ein Interesse von Quereinsteigern, die aber oft ungeeignet sind“, sagte die Schulleiterin und warnte davor, die Qualität in den Kitas auf diese Weise zu gefährden.

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