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Investorin plant Rathaus-Erweiterung

Burgdorf Investorin plant Rathaus-Erweiterung

Die Stadt verabschiedet sich auf absehbare Zeit von einem Rathaus-Neubau, in welchem sie ihre bisher auf mehrere Immobilien verteilte Verwaltung unterbringen kann. Den zunehmenden Raumbedarf will die Stadt in den kommenden Jahren stattdessen mithilfe einer Investorin decken.

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Auf dem Parkplatz an der Rolandstraße neben dem Rathaus IV (rechts) will die Investorin Wiltrud Niebuhr bis Anfang 2019 den Erweiterungsbau errichten.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Die Entscheidung fiel in dieser Woche im Verwaltungsausschuss der Stadt, der noch stets hinter verschlossenen Türen tagt. Dort trifft ein kleiner Kreis von Kommunalpolitikern jene Entscheidungen in Rechtsgeschäften, welche die Kompetenzen des Bürgermeisters zwar übersteigen, die aber nicht so sehr ins Gewicht fallen, dass sich der Rat damit befassen müsste.

Bürgermeister Alfred Baxmann bekam in dem Gremium jetzt grünes Licht für den Abschluss von zwei langfristigen Mitverträgen. Der erste betrifft das Rathaus IV an der Straße Vor dem Hannoverschen Tor. Dort arbeiten die Abteilungen Bauordnung, Bauverwaltung, Stadtplanung, Straßenverkehr, Tiefbau, Tiefbauverwaltung und Umweltschutz. Das Gebäude gehört der Investorin Wiltrud Niebuhr, die die ehemalige Molkerei nach den Bedürfnissen der Verwaltung hatte sanieren und umbauen lassen, um das Gebäude anschließend an die Stadt zu vermieten. Die Stadt will den Mietvertrag jetzt um weitere zehn Jahre verlängern.

Den vereinbarten Mietpreis nennt die Stadtverwaltung nicht. Er liege "unter der ortsüblichen Vergleichsmiete", sagte Baxmann auf Nachfrage. Die Gesamtmietkosten für das Rathaus IV, das Schloss (Finanzverwaltung) und die Räume an der Marktstraße 64 (Schulabteilung) betragen in diesem Jahr rund 227.000 Euro, teilte Hauptabteilungsleiterin Silke Vierke mit.

Die Stadtverwaltung, die auch noch im Rathaus I (Jugendamt, Jugendverwaltung, Familienbüro) an der Markstraße, im Rathaus II (Bürgermeister, Hauptamt, Liegenschaftsamt) Vor dem Hannoverschen Tor und im Rathaus III (Bürgerbüro, Sozialamt, Gebäudewirtschaft) am Spittaplatz Dependancen unterhält, leidet nach Darstellung Baxmanns gleichwohl akut unter Platznot. Abhilfe schaffen soll ein dreigeschossiger Neubau parallel zur Bahnlinie auf dem Parkplatz an der Rolandstraße direkt neben dem Rathaus IV. Diesen will wiederum die Investorin Wiltrud Niebuhr bis Anfang 2019 errichten. "Wir stehen in den Startlöchern", ließ Niebuhr bestätigen.

Nach dem Willen des Verwaltungsausschusses kann die Stadtverwaltung jetzt mit Niebuhr auch für diesen Bau einen Mietvorvertrag abschließen. Laut Vierke wird Niebuhr demnächst den Bauantrag einreichen. In dem Haus, an dessen Planung durch das Architekturbüro Riesenberg & Tiarks die Stadt bereits beteiligt war, soll später Platz sein für 50 Arbeitsplätze. Welche Abteilungen dort unterkommen, ist laut Vierke noch offen. Da der Neubau barrierefrei geplant sei, böte sich allerdings ein Umzug von Verwaltungseinheiten mit Kundenverkehr wie die Sozialabteilung sowie Jugendamt und Jugendverwaltung an.

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