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Jäger betonen den Naturschutz

Burgdorf Jäger betonen den Naturschutz

250 Jäger, also etwa ein Viertel aller Mitglieder der Jägerschaft Burgdorf, haben sich am Sonnabend zur Jahresversammlung im Veranstaltungszentrum StadtHaus in Burgdorf getroffen. Sie kamen aus den sechs Hegeringen Burgdorf, Burgwedel, Das Große Freie, Isernhagen, Uetze und der Wedemark.

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Elisabeth und Ulf Schärling schauen sich die bei der Hegeschau ausgestellten Trophäen des Hegerings "Das Große Freie" an.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Wie wichtig der Naturschutz den Jägern sei, die für 120 Jagdreviere auf einer Fläche von 69.000 Hektar verantwortlich sind, zog sich durch die gesamte Veranstaltung, die der Vorsitzende Hans-Otto Thiele leitete. Denn wenn Populationen zu stark anwüchsen, sorge das für massive Schäden im Wald, aber auch auf den Feldern und sogar in Gärten. 1699 Stück Schwarzwild (603 mehr als im Vorjahr), 3391 Stück Rehwild (449 mehr als im Vorjahr): Diese Zahlen aus dem Bericht des Kreisjägermeister Eckhard Baars zeugten nicht von wilder Schießwut. Sondern vielmehr davon, dass die Wildschwein- und Rehwildpopulationen unverändert hoch sei und einer Begrenzung durch Jagd bedürfe.

"Wenn ich auf dem Trimm-Dich-Pfad unterwegs bis, ist es mir, als ob die Wildschweine gerade erst vor mir da waren", beschrieb die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Heller ihre Beobachtungen von umgepflügten Wegrändern. "Der Bestand ist etwa konstant, aber die Strecken verschieben sich von den Kern- in Randgebiete wie den Bereich an der A7 in der Wedemark, nördlich des Messeschnellwegs und Kirchhost-Stelle", sagte Karl-Heinz Bremus vom Rot- und Schwarzwildring Wietzenbruch. Wichtig sei es, die Abschusspläne einzuhalten. Zur Kontrolle diene die Hegeschau: Denn die ausgestellten Gehörne und Kiefer zeigen Alter und Zustand der erlegten Tiere. Problematisch sieht Baars die Zunahme des Raubwilds an. Insbesondere die Nutria verbreitete sich stark und vermehr sich ganzjährig. Die Rattenart solle auch ganzjährig bejagt werden, lautete seine Empfehlung.

Mit Bedauern nahmen die Jäger die Änderung des Jagdrechtes zur Kenntnis. Diese sieht einen Schießnachweis, die Einführung von bleifreier Munition und Schalldämpfer vor. "Man muss ein erworbenes Recht wie das Jagdrecht mit Stolz ausüben dürfen", hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt in seinem Grußwort gesagt. Er versprach, sich dafür einzusetzen, dass Familienangehörige, also Jungjäger, die unter Bestandsschutz stehenden Waffenschränke mitbenutzen dürften.

Über einen Mangel an Nachwuchs kann die Jägerschaft nicht klagen:  Von 54 Prüflingen erwarben 43 den Jagdschein. Die Jungjägerausbildung in diesem Jahr sei bereits restlos ausgebucht.

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Von Sandra Köhler

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