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Jäger sollen mit weniger Blei jagen

Burgdorf Jäger sollen mit weniger Blei jagen

Mit Veränderungen im Waffenrecht hat sich die Jägerschaft Burgdorf, die am Wochenende im Veranstaltungszentrum StadtHaus zusammenkam, beschäftigt. Sorgen bereiten den Weidmännern die Ausbreitung von Wölfen und Bibern sowie die Seuchengefahr beim Schwarzwild.

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Die Jagdhornbläser spielen bei der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Burgdorf Jagdsignale

Quelle: Heine

Burgdorf. Auf Veränderungen beim Waffenrecht stimmte die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, die 350 Versammelten ein. Im Gespräch sei, halbautomatische Waffen, die mehr als Zwei-Schuss-Magazine aufnehmen können, grundsätzlich für die Jagd zu verbieten. Beim Thema Bleimunition müsse nach dem Grundsatz gehandelt werden: "So wenig wie möglich und so viel wie nötig", sagte Flachsbarth.

Sie nahm auch Stellung zur zunehmenden Ausbreitung von Wölfen. "Es besteht Tötungsverbot, sodass die Frage nach Vergrämungsmöglichkeiten intensiver untersucht werden muss. Die Entschädigungspraxis, wenn Wölfe zum Beispiel Schafe gerissen haben, dauert entsetzlich lange", sagte die Politikerin.

Eckhard Baars, den die Versammlung zum Kreisjägermeister wählte, sieht weitere Gefahren: "In der Aue bei Röddensen sind die ersten Biber aufgetaucht. Das müssen wir aus wasserbautechnischen Gründen im Auge behalten", sagte er.

Ein Problem sei auch der hohe Schwarzwildbestand. Im Winter habe es genug Nahrung für die Wildschweine gegeben, sodass sie sich versteckt hielten und nur schwer gejagt werden konnten. Wegen der hohen Stückzahlen nehme die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest, die bereits in Polen angekommen sei, zu.

Sorgen bereitet den Jägern außerdem der Niedergang des Niederwildes. In einem Vortrag über die Aufzucht von Fasanen in Gehegen und ihre Auswilderung zeigte Martin Meyer-Lührmann, Jägermeister der Bersenbrücker Jägerschaft, einen Lösungsweg auf.

Die Hegeschau machte deutlich, dass sich die Rehwildbestände in den vergangenen 30 Jahren vorteilhaft entwickelt haben. Die gezeigten Trophäen stammten durchweg von gesunden, stabilen Tieren.

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