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Eine Frau baut ein Paradies für Pferde

Burgdorf Eine Frau baut ein Paradies für Pferde

Das Pferdeland Burgdorf wird ab August um eine Attraktion reicher sein: Die aus Weferlingsen stammende 31 Jahre alte Pferdewirtschaftmeisterin Jana Hansen baut auf dem Gut Backhausenhof eine Pferdebewegungspension auf. Die Eröffnung ist für den 23. Oktober geplant.

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Jana Hansen ist Pferdewirtschaftsmeisterin. Sie wird die Pferdebewegungspension auf Gut Backhausenhof leiten.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Die Idee ist so einfach wie zwingend: Wenn Tierschützer die Massentierhaltung für Rinder, Schweine und Hühner anprangerten, so sei es nur eine Frage der Zeit, wann sie in Pferdeställen nachschauten. Dass dort das Tierwohl bisweilen mit Hufen getreten werde, blieb der gelernten Pferdewirtschaftsmeisterin Jana Hansen nicht verborgen. In ihrer Pferdebewegungspension auf Gut Backhausenhof im Süden Burgdorfs will sie die Pferde so gesund und naturnah wie möglich halten.

Mit dem Tierwohl-Argument überzeugte sie ihren Vater, den Weferlingser Landwirt Hans-Hermann Hansen, in ihre Pferdebewegungspension zu investieren. Wieviel? Das will sie nicht sagen.Nur soviel: Die Firma gehöre dem Vater. Den Betrieb leite sie.
Die Pferdepension ist im Bau. Parallel zum Peiner Weg stehen zwei Paddock-Ställe mit 18 Quadratmeter großen Boxen und automatisierter Fütterung für jeweils zehn Pferde, die freien Zugang nach draußen haben, wo die Tränke ist.

Daneben ließ Hansen einen zur Hälfte von einer Halle überdachten 20 mal 80 Meter großen Reitplatz errichten, dessen Boden „von Sandstrand bis Watt“ mithilfe einer Tröpfchenbewässerung reguliert wird. Während Dressurreiter tiefen Boden liebten, bevorzugten Springreiter einen festen Untergrund, begründet Jansen, warum sie die Anlage nicht von der Stange bauen ließ. Jedes Detail habe sie sich genau überlegt und speziell anfertigen lassen.

Entscheidungen aus dem Bauch sind Jana Hansens Sache nicht. Sie weiß, was sie will. Und zwar auf der Basis einer profunden Marktanalyse: Vor drei Jahren untersuchte die Agraringenieurin für ihre Abschlussarbeit als Pferdewirtschaftsmeisterin Pferdepensionsbetriebe in der Region, befragte Anbieter und Kunden. Das Ergebnis: Zwischen Angebot und Nachfrage klaffte eine Lücke. Der Markt befriedigte unzureichend die Bedürfnisse von Pferdehaltern. Ihre Erkenntnisse goss Hansen in ein Geschäftsmodell, das sie nun auf einem vier Hektar großen Areal des Gutes Backhausenhof in die Tat umsetzt.

Kaum hatte Hansen den Hof auf einer Internetseite für Pferdebetriebe eingestellt, konnte sie sich vor Anfragen kaum mehr retten. Am vorvergangenen Sonntag bot sie Führungen an. Besucher aus nah und fern gaben sich die Klinke in die Hand. Etliche sagten verbindlich zu, ihre Pferde einzustellen. „Das motiviert für die letzten Meter“, sagt Hansen.

Zur Anlage gehören auch zwei Auslaufflächen für zwei jeweils
20 Tiere große, nach Geschlecht getrennte Herden, vollautomatisierte Kraftfutterstationen, große Weideflächen, Führanlage, Longierzirkel und eine riesige Sattelkammer. 60 Pensionspferde kann Hansen aufnehmen. Sie hat schon jetzt mehr Interessenten als Plätze. Das alles hat seinen Preis: Der Basispreis beträgt 325 Euro pro Monat. Individuell zu vereinbarende Fütterung und der Bewegungsservice vom Profi kosten extra.

Im August startet der Betrieb. Am 23. Oktober darf sich die Öffentlichkeit beim Tag der offenen Tür unter der Überschrift „Bewegende Momente“ ein Bild von diesem Paradies für Pferde machen.

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Fotostrecke Burgdorf: Eine Frau baut ein Paradies für Pferde

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