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Skatspielen geht auch auf Wettkampfebene

Burgdorf Skatspielen geht auch auf Wettkampfebene

Beim Stichwort Skat liefert das Kopfkino zuverlässig Bilder von geselligen Männerrunden, die in der Kneipe Karten spielen. Doch das ist nur eine Facette dieses 200 Jahre alten Spiels. Niemand weiß das besser als Joachim Hennig, der im Dezember 2001 den Skatverein Aue-Luschen Burgdorf gründete.

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Joachim Hennig (von links,) sein Sohn Ronny und Hans-Joachim Götting sind ins Skatspielen vertieft.

Quelle: Heine

Sorgensen. Für viele begeisterte Spieler ist Skat eine sportliche Betätigung, wobei der Wettkampfgedanke im Vordergrund steht.

Joachim Hennig wurde jetzt für seine skatsportlichen Verdienste während der Landeseinzelmeisterschaft Niedersachsen-Bremen mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Skatverbandes ausgezeichnet. Der 70-Jährige ist nicht nur Vorsitzender des Burgdorfer Vereins mit neun Mitgliedern. Er ist außerdem seit 2002 Präsident der Verbandsgruppe 31 mit über 300 Mitgliedern. Seit 33 Jahren arbeitet er als Schiedsrichter im Deutschen Skatverband und ist Präsident des Verbandsgerichtes im Landesverband Niedersachsen-Bremen. Bei der Landeseinzelmeisterschaft belegte er Platz vier und reist im Juni zur Deutschen Meisterschaft.

Joachim Hennig begann mit dem Skatspielen als Ausgleich zu seiner Tätigkeit in der Datenverarbeitung. Schon sein Vater war Skatspieler und brachte ihm die Regeln bei. Als Hennig dann Mitglied im inzwischen aufgelösten Burgdorfer Skatverein Pik Ass wurde, begann der Wettkampfgedanke wichtig zu werden. In jungen Jahren trainierte er bis zu 30 Stunden in der Woche.

Seine beste Platzierung war in den 1990-er Jahren Rang 23 bei einer Deutschen Meisterschaft. Mit seinem Sohn Ronny (49) ist er inzwischen als Tandem erfolgreich. Sie nahmen bereits zehnmal an Deutschen Meisterschaften teil und erreichten schon einmal Platz 13.

Über die Frage, was ihn am Skatspielen reizt, muss Hennig kurz nachdenken. "Es ist kein Glücksspiel, sondern es kommt darauf an, keine Fehler zu machen", beginnt er zögernd. "Es macht mir Spaß, den Gegner auf eine falsche Fährte zu locken. Ein Pokerface aufzusetzen, gehört auch dazu. Das fängt schon beim Reizen an. Das Spiel ist sehr strategisch. Anhand von zwei Stichen, ist erkennbar, wer welche Karten hat. Wichtig ist das Fingerspitzengefühl fürs Kartenspiel. Skat wird nie langweilig. Jedes Spiel ist anders", beschreibt Hennig, was ihn an seinem Hobby fasziniert.

Skat sei außerdem leicht zu lernen. 20 Prozent der deutschen Bevölkerung könnten Skat spielen. Aber nur wenige würden sich für eine Mitgliedschaft in einem Verein entscheiden. Hennig möchte die Nachwuchsarbeit verstärken und eventuell AGs in Schulen anbieten.

Früher habe es im Verein zwei Juniorenmannschaften gegeben. "Die eine bestand aus sechs Jungen und die andere aus sechs Mädchen", erinnert sich der Vorsitzende. Skat sei durchaus keine Männerdomäne. Frauen würden sich aber an das Spiel nicht so herantrauen. Sie hätten in Ermangelung von Gegnern gute Chancen, bei Meisterschaften vordere Plätze abzuräumen.

Alle, die Lust auf Skat haben und einmal mitspielen möchten, können sich bei Joachim Hennig melden, Telefon: (0 51 36) 37 87. Der Clubabend ist freitags, um 18 Uhr, in der Schützenkate, in Sorgensen.

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