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Ring politischer Jugend gegründet

Burgdorf Ring politischer Jugend gegründet

Die nächsten Monate wollen zehn junge Burgdorfer nutzen und eine eigene Jugendvertretung gründen. Auch wenn das Ziel feststeht, den Weg dorthin müssen sie noch gestalten - gern auch mit Unterstützung weiterer Interessierter.

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Zehn junge Burgdorfer haben jetzt den Ring politischer Jugend gegründet - als Basis für eine eigene Jugendvertretung.

Quelle: privat

Burgdorf. Als ersten Schritt haben sie den Ring politischer Jugend in Burgdorf gegründet. So unterschiedlich die politische Ausrichtung von Lukas Kirstein (Junge Union), Nele Degener (Jusos), Fabian Heller (junge Grüne) und Niklas Gottschalk (junge Linke) auch ist: Einig sind sie sich in der Einschätzung, dass in der Stadt Burgdorf ein Gremium fehlt, das die Interessen der "jungen Leute" vertritt. Das Quartett definiert die Altersgruppe, um die es sich kümmern will, zwischen zwölf und 21 Jahren.

"Ihnen wollen wir eine Stimme geben", sagt Kirstein. Der 23-jährige Bankkaufmann zieht als einziger der Gründungsmitglieder in den Burgdorfer Rat ein. Kandidiert hatten auch die 23-jährige Degener, die an der Universität Hannover das Promotionssemester Entwicklungsökonomie und Welthandel absolviert, sowie Heller (21), Student der Elektro- und Informationstechnik in Hannover, und der 18-jährige Gottschalk, der am Technischen Gymnasium sein Abitur ablegen wird.

"Viele Jugendliche zeigen wenig Interesse an politischen Gesprächen", weiß der 18-Jährige zu berichten, der vor einem halben Jahr bei den Linken eingetreten ist. Der neue Verbund ermögliche den Austausch über politische Entwicklungen - in einem Rahmen jenseits von Parteipolitik. Es gehe mehr um Themen, sagt Heller. "Wir sind unabhängig und offen für alle", formuliert es Degener, die im Ortsrat Otze mitarbeitet. Diesen Maßstab wollen sie auch für die künftige Jugendvertretung anlegen, die sie als Gegengewicht zu Institutionen wie dem Seniorenrat aufbauen wollen.

Ob am Ende ein Jugendparlament oder ein Beirat sich gründen, das steht noch nicht fest. "Das möchten wir jetzt mit den Jugendlichen festlegen", sagt Kirstein, der als ein Thema die Schuldenpolitik nennt. Verschulde sich Burgdorf weiter so stark, dann schränke das die nächsten Generationen im Handeln ein. Am 16. November treffen sich die Gründer das nächste Mal, dann sollen die nächsten Schritte geplant werden. 

Unterstützung auf dem Weg zur Jugendvertretung wünschen sich die Vier sowohl von der Verwaltung mit einem neutralen Raum, den sie für ihre Treffen nutzen können, als auch von ihren Fraktionen im Rat, die möglichst übergreifend den Start eines solchen Gremiums befürworten sollen. Schon jetzt bewerten alle Parteien das Vorhaben positiv, heißt es unisono.

Wer sich für die Arbeit interessiert, erreicht die Jugendlichen unter Jugend.fuer.Burgdorf@gmail.com per E-Mail.

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