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Junge Frauen streben auf die Kanzel

Burgdorf Junge Frauen streben auf die Kanzel

Im Kirchenkreis Burgdorf haben sich im Vergleich zu anderen Kirchenkreisen verhältnismäßig viele junge Leute für ein Studium der Theologie entschieden. Viele von ihnen sind Frauen und alle werden eine Pfarrstelle bekommen, wenn sie dies wollen. Die Kirche freut sich über den Nachwuchs auf der Kanzel.

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Die stellvertretenden Superintendenten Mirko Peisert und Dirk Jonas (hinten, von links) haben alle Theologiestudierenden des Kirchenkreises zum traditionellen Weihnachtstreffen in die Subtur eingeladen.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Alle diese zehn angehende Pastoren und Religionswissenschaftler hatten die stellvertretenden Superintendenten Mirko Peisert und Dirk Jonas am Tag vor Heiligabend zur Kontaktpflege und zum Erfahrungsaustausch in die Subtur am Spittaplatz eingeladen.

„Die Landeskirche, die die Studierenden auch intensiv begleitet, wirbt offensiv um Theologennachwuchs“, sagte Peisert. Angesichts einer zu erwartenden Pensionswelle werden alle Absolventen, die sich auf eine Pfarrstelle bewerben, auch eine solche bekommen, machte Jonas die günstigen Zukunftsprognosen deutlich.

Beim Eintreffen der Studierenden wurde deutlich: Die Zukunft der Kirche ist durchaus weiblich. Nicht nur an der Gemeindebasis, wo sich Frauen seit je her zahlenmäßig überlegen ehrenamtlich engagieren. Auch auf der Kanzel.

Auch wenn unter den aktuellen Amtsträgern noch die Männer in der Mehrzahl sind, wandelt sich das Blatt inzwischen: „Sieben der zehn aktuell Studierenden sind Frauen“, sagte Peisert. Was genau diese Veränderung ausgelöst habe, wisse er nicht. Aber im Bereich der Medizin sei es ähnlich. Vorbehalte gegen Frauen in diesem traditionellen Männerberuf gebe es kaum noch, sind sich die Theologen einig.

Sandra Golenia und Silke Fahl stammen aus Sehnde und studieren beide im Göttingen. Beide haben sich bei der Entscheidung für ihre Studienwahl seinerzeit vom Gefühl leiten lassen. Während Golenia sich durchaus vorstellen kann, auch in die Forschung zu gehen, sieht Fahl ihren zukünftigen Schwerpunkt deutlich in der Gemeindearbeit.

Wie zahlreiche andere Nachwuchstheologen hat sie sich bereits vor ihrem Studium praktisch in der Arbeit ihrer Gemeinde engagiert: Konfirmandenarbeit und Jugendfreizeiten begleitet, Gottesdienste mitgestaltet. Ihren Heimatgemeinden sind beide Frauen trotz des Wohnortwechsels und deswegen nur sporadischer Präsens immer noch verbunden. „Ich weiß immer was dort los ist“, sagt Golenia schmunzelnd: „schließlich ist meine Mutter Kirchenvorsteherin.“

Von Sandra Köhler

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