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JVA-Shop lockt mehr Kunden an den Peiner Weg

Burgdorf/Sehnde JVA-Shop lockt mehr Kunden an den Peiner Weg

Etwa 600.000 Euro Jahresumsatz verbucht der JVA-Shop zum Jahresende, etwa ein Fünftel nimmt die Einrichtung am Peiner Weg direkt ein - wenn Kunden in dem Geschäft einkaufen, das ausschließlich von Häftlingen gefertigte Produkte kaufen. Tendenz steigend.

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Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz präsentiert die Tischwäsche, die Gefangene genäht haben und die im JVA-Shop am Peiner Weg verkauft wird.

Quelle: Bismark

Burgdorf/Sehnde. Das hängt nach Aussage von Beate Meyer, die den Shop leitet, mit dem Umbau zusammen. Gut 90.000 Euro flossen in diesem Jahr in die Neugestaltung, wie Jens Klotzsch, Leiter der Justizvollzugsarbeitsverwaltung, sagt. Weitere 180.000 Euro hatte das Land zuvor in eine etwa 1500 Quadratmeter große Lagerhalle investiert, in der die Waren aus den unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten für den Verkauf aufbewahrt werden. "Wir verschicken von hier aus etwa 3000 Pakete im Jahr", sagte Meyer am Mittwochnachmittag, als sie die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz durch die Einrichtung führte. 

Grills in unterschiedlichen Variationen mit dem Namen des JVA-Standorts, Vogelhäuschen, Kinderspielzeug, Taschen, Tischwäsche, Karten, Lebensmittel aus Sanddorn oder Sitzkissen: All diese Produkte finden sich in dem Geschäft, an das sich die Verpackung und das Lager anschließen. Längst nicht alle Waren gibt es sofort: So beträgt die Warteliste für ein großes Vogelhaus aus Lärchenholz beispielsweise ein Jahr. "Es wird gefertigt von Gefangenen in der Arbeitstherapie, die es für Menschen mit einem geistigen oder körperlichen Handicap gibt", sagte Meyer und betonte, die Arbeit in einer JVA sei nicht mit einer Erwerbstätigkeit zu vergleichen. "Für den Einsatz sind oft pädagogische Gründe ausschlaggebend."

Derzeit sitzen im offenen Vollzug am Peiner Weg 90 Häftlinge, 23 von ihnen arbeiten rund um den und im Shop. Die Burgdorfer Einrichtung gehört zur JVA Sehnde, die wiederum nicht nur Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch Ausbildungen anbietet. Dazu gehören nach Aussage von Sprecherin Marianne Schmidt unter anderem Fachkräfte für Metalltechnik, die Lehrküche oder Fachlageristen, sondern auch Glas- und Gebäudereiniger.

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