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Neubaugebiete oder Nachverdichtung?

Der Kandidaten-Check Neubaugebiete oder Nachverdichtung?

Welche Position bezieht welche Partei oder Wählergemeinschaft zu Themen, die die Stadt bewegen? Der Anzeiger fragt nach: Die Stadt wächst gegen den Trend. Braucht es weitere Neubaugebiete, und wenn ja, wo? Oder ist Nachverdichtung angezeigt?

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Wo soll die Stadt Burgdorf neue Bauplätze schaffen?

Quelle: Symbolbild

Birgit Meinig, SPD: Die Nachverdichtung ist aus ökologischen und finanziellen Gründen der bessere Weg. Wohin Burgdorf wachsen soll ist bereits im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) niedergeschrieben, d.h. im Wesentlichen im Süden und Westen. Mit dem neuen Flächennutzungsplan sollen auch die Ortsteile wachsen.

Klaus Köneke, CDU: Die CDU setzt sich für ein nachhaltiges Wachstum ein. Wir wollen insbesondere junge Familien nach Burgdorf locken. Dies ist auch zur Stärkung unserer Steuereinnahmen wichtig. Bei zukünftigen Bauvorhaben haben für uns Nachverdichtungen sowie die Ausweisung kleinerer Baugebiete in den
Ortsteilen (z.B. Hornweg in Schillerslage, Krummacher Feld in Heeßel) Priorität.

Sinja Münzberg-Jesche, Grüne: Wir brauchen sowohl die Ausweisung weiterer Neubaugebiete, aber mit Augenmaß und im Konsens mit den Ortsteilen, als auch Nachverdichtung und Renovierung vorhandener Bausubstanz. Auch die Nachnutzung leerstehender Büro- und Geschäftsräume ist im Einzelfall zu prüfen. Ergänzend kann die Verwaltung Anreize für private Investoren schaffen, um bezahlbaren Wohnraum zu fördern.

Kurt-Ulrich Schulz, WGS: Burgdorf benötigt weitere Neubaugebiete im Südosten und Westen von Burgdorf. Auch in unseren attraktiven Dörfern ist die Nachfrage nach Wohnraum groß, weil die verkehrliche Anbindung nach Hannover gut ist. Nachverdichtung ist keine alleinige Lösung, weil der Aufwand in keinem Verhältnis zur möglichen Bereitstellung von Wohnraum steht. Voraussetzung wäre außerdem die notwendige Akzeptanz der Mehrheit der Anwohner.

Karl-Ludwig Schrader, FDP: Die FDP setzt sich dafür ein, dass Burgdorf nachhaltig wächst. Bauland sollte vorrangig in den Ortsteilen angeboten werden. Zudem würden viele ältere Menschen gerne ihre großen Häuser mit teils weitläufigen Grundstücken veräußern oder teilen und in altersgerechte Wohnungen umziehen. Wir benötigen in Burgdorf sowohl eine Nachverdichtung, als auch die Ausweisung von Neubaugebieten. Unser Ziel: „Burgdorf beleben“.

Christine Gross, Linke: Beides ist wichtig. Bei der Erschließung von Neubaugebieten darf die Stadt aber nicht Naherholungsflächen zubauen, wie gegen die Stimme der Linken östlich der Leipziger Straße in der Südstadt beschlossen. Es muss auch mit Neubaugebieten in Ehlershausen und Otze vorangehen, weil beide Orte eine S-Bahn-Haltestelle haben. Bei der Nachverdichtung, sprich der Bebauung von Baulücken, müssen wichtige Freiräume erhalten bleiben.

Jens Braun, AfD: Gezieltes Wachstum kann nur Hand in Hand gehen mit der Schaffung der erforderlichen Infrastruktur. Dies muss gut durchdacht werden ohne weitere Anhäufung von Schulden.

Von der Redaktion

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