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Wie schafft Burgdorf mehr Arbeitsplätze?

Der Kandidaten-Check Wie schafft Burgdorf mehr Arbeitsplätze?

Welche Position bezieht welche Partei oder Wählergemeinschaft zu Themen, die die Stadt bewegen? Der Anzeiger fragt nach: Burgdorf bietet verhältnismäßig wenig Arbeitsplätze. Was muss passieren, dass sich weitere Betriebe ansiedeln?

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Der Kandidaten-Check: Wie schafft Burgdorf mehr Arbeitsplätze?

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Gerald Hinz, SPD: Der Einzelhandelsstandort muss gesichert und ausgebaut werden. Durch die Erweiterung des Gewerbegebietes Nord/West haben Wirtschaft und Handel die Chance, sich weiterzuentwickeln und entsprechende Arbeitsplätze zu schaffen.

Mirko Zschoch, CDU: Voraussetzung sind gute Rahmenbedingungen wie stabile Grund- und Gewerbesteuersätze, schnelle Genehmigungsverfahren und ein wirtschaftsfreundliches Umfeld. Die städtische Wirtschaftsförderung muss personell verstärkt werden. Neue Impulse werden wir durch die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft schaffen. Ferner wollen wir Unternehmensgründern optimale Voraussetzungen schaffen.

Anne Frick, Grüne: Die Stadt hat die Bedingungen für Unternehmen in den letzten Jahren durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur weiter verbessert. Die Umstrukturierung der Berufsschulen zu Kompetenzzentren soll mit Augenmaß vorgenommen werden, um den Betrieben vor Ort die Suche nach neuen Auszubildenden besonders in den Handwerksberufen durch lange Anfahrtswege zu den Berufsschulen nicht weiter zu erschweren. 

Volker Plaß, WGS: Ja, das ist leider richtig. Dabei sind Gewerbeflächen mit guter Infrastruktur ausreichend vorhanden, nur mit Verkauf und Ansiedlung hapert es. Offensichtlich hat Burgdorf ein Image-Problem, denn im westlichen Umland sind Gewerbeflächen in kürzester Zeit vermarktet. Die WGS fordert eine intensivere Werbung und eine verbesserte Willkommenskultur. Rat und Verwaltung müssen deutlich machen, dass neue Gewerbebetriebe hoch willkommen sind. 

Thomas Dreeskornfeld, FDP: Rot-Grün hat nicht verstanden, dass sich Burgdorf im Wettbewerb mit umliegenden Städten um die Ansiedlung von Betrieben befindet. Die FDP fordert Vermarktung der Gewerbegebiete durch eine professionelle Gesellschaft, Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und zeitweise Absenkung der Gewerbesteuersätze. Die Verschuldung wird durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer bei gleichzeitiger Ausgabenkritik zurückgeführt.

Christine Gross, Linke: Da Burgdorf verglichen mit Nachbarkommunen Standortnachteile hat, sind neue Lösungsansätze gefordert. Denkbar wäre, die Gewerbe- und Grundsteuer zu senken – zumal die Grundsteuern bei uns mit die höchsten in Niedersachsen sind. Die Bürokratie muss weniger werden. Wenn etwa ein Geschäftsinhaber einen Bauantrag stellen muss, um draußen vor seinem Geschäft Sitzgelegenheiten zu schaffen, dann läuft hier etwas falsch.

Jens Braun, AfD: Wir sehen hier keine Not, dass die Politik regulierend eingreifen soll. Wenn Burgdorf weiter wächst, wird sich der Handel verstärkt ansiedeln. Eine subventionierte Konkurrenz zu Hannover und allen anderen angrenzenden Gemeinden erzeugt keine zusätzlichen Arbeitsplätze.

Von der Redaktion

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