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Kein Anschluss für die Malerfirma

Burgdorf Kein Anschluss für die Malerfirma

Seit dem 2. Dezember schweigt im Büro von Malermeister Uwe Peschel das Telefon ebenso wie das Fax-Gerät. Auch das Internet funktioniert nicht mehr seit diesem Tag - dabei sollte die Telekom nur Highspeed-Internet freischalten.

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Telefon, Internet, Fax – nichts geht mehr: Die Telekom vertröstet einen Familienbetrieb seit Wochen.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Dass sie sich einmal nach ihrer langsamen 3000-er Leitung sehnen würde, hätte sich Uta Peschel nie träumen lassen. Denn am 12. November unterzeichnete sie für die Firma ihres Mannes den Vertrag für Highspeed-Internet. „Wir sind seit 25 Jahren als Kunde bei der Telekom, deshalb erschien uns das Angebot auch richtig“, sagt sie. Heute würde sie den Vertrag nicht mehr abschließen.

Denn sie erhielt zwar umgehend die Bestätigung und den ersten Termin für die Freischaltung am 2. Dezember. Doch daraus ist bis heute nichts geworden. „Der erste Techniker sollte zwischen 8.30 und 13 Uhr am 2. Dezember kommen“, sagt die Burgdorferin und verweist auf eine Bestätigung der Telekom. Ein technisch versierter Bekannter rückte ein, demontierte anhand der Aussagen einer Telekom-Mitarbeiterin am Telefon den alten und installierte den neuen Router. Damit begann das große Schweigen, das bis heute andauert. „Alles ist tot“, sagt Uta Peschel.

Sie telefonierte gleich am 3. Dezember und bekam zur Antwort, der Techniker komme in der nächsten Woche. „Dazu gibt es jedes Mal ein sogenanntes Ticket, das aufs Handy gesendet wird“, sagt Peschel, die nach eigenen Angaben das Mobiltelefon nicht mehr aus der Hand legt. Denn auch die Anrufe am 4., 5., 6. und 7. Dezember brachten außer stundenlangen Wartezeiten in der Hot- line-Schleife nichts. „Manchmal habe ich nach 30 Minuten aufgelegt, manchmal sagte der Disponent, dass irgendwann jemand vorbeikommt“, berichtet sie entnervt. Um überhaupt für die Kunden erreichbar zu sein, leitete die Telekom die Anrufe vom Festnetz aufs private Mobiltelefon um. „Auf das Online-Banking aber muss ich verzichten, die Parkausweise kann ich nicht per Fax beantragen, sondern muss direkt ins Rathaus fahren, und vor Außenaufträgen können wir auch nicht das Wetter prüfen“, nennt Uta Peschel nur drei Beispiele, die ihrem Familienbetrieb die Arbeit erschweren.

In ihrer Verzweiflung bat sie zwei Telekom-Mitarbeiter, die sie in der Südstadt zufällig antraf, ihr in der Weststadt zu helfen. „Die haben sich auch sehr bemüht“, sagt sie. Immerhin: Sie stellten fest, dass es sich um ein technischen Problem handelt - das auch einen Nachbarn betrifft - und dass deshalb ein Techniker kommen muss.

Auf Nachfrage des Anzeigers teilte die Telekom-Pressestelle nun mit, dass am Sonnabend zwischen 9 und 12 Uhr ein Techniker das Problem lösen soll. Worin es genau liege, könne er noch nicht sagen, fügte der Sprecher hinzu. Dazu müsse sich der Mitarbeiter erst die Situation anschauen. Dass tatsächlich jemand den Anschluss wiederherstellt, mag Uta Peschel kaum glauben. Sie zeigt ihr Smartphone samt mehrerer zugesagter Technik-Termine: „Keinen davon hat die Telekom gehalten.“ Auch der letzte vom 15. Dezember sei ohne Mitarbeiter verstrichen. „Dafür aber kam die Telefonrechnung pünktlich“, sagt Peschel.

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