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Keine Ferien im Gymnasium

Burgdorf Keine Ferien im Gymnasium

Sommerferien im Gymnasium Burgdorf: Das bedeutet in erster Linie viel Arbeit für die Lehrer. Mit der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) ändern sich die Lehrpläne. Der erste Jahrgang, der das Abitur wieder nach neun Jahren ablegt, sind die Schüler, die im September in die achte Klasse kommen.

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Quelle: dpa

Burgdorf. Mit der Abkehr vom sogenannten Turbo-Abi (G8) sinkt die Zahl der Unterrichtsstunden pro Woche. „Beim G 8 hatten die Schüler 30 bis 34 Stunden Unterricht in der Woche, mit G9 werden es im Regelfall nicht mehr als 30 sein“, sagt Oberstufenkoordinator Andreas Panskus. Denn die Zahl der Unterrichtsstunden bis zum Abitur verändere sich kaum. „Die Stunden werden nur auf mehr Jahre verteilt.“

Das hat laut Panskus zur Folge, dass sich der Unterrichtsablauf in den einzelnen Klassenstufen ändert. Hier kommen die Lehrer ins Spiel: Sie müssen bis zum Beginn des neuen Schuljahres ihre Unterrichtsinhalte den geänderten Lehrplänen und den neuen Schulbüchern anpassen.

„Zudem gibt es ein paar Herausforderungen, die wir noch nicht gelöst haben“, sagt Panskus. Als Beispiel nennt er die Stundentafel für das Musikprofil am Burgdorfer Gymnasium. Beim G8 haben diese Schüler in der siebten Klasse zugunsten des Musikunterrichts eine Mathematikstunde weniger. Beim G9 hingegen wird eine Mathe-Stunde, hier in Klasse 10, eingespart. Das hieße, die neuen Achtklässler, der erste G-9-Jahrgang, hätten bis zum Abitur zwei Wochenstunden Mathematik zu wenig.

Die Rückkehr zum G9 führt in der Oberstufe dazu, dass die Leistungskurse wieder fünfstündig, bislang vierstündig, und die Grundkurse statt zwei- nun dreistündig unterrichtet werden. „Wir haben jedoch seit Längerem das Doppelstundenmodell“, sagt Panskus. „Auf dieses Problem haben wir noch keine Antwort“, räumt er ein. Ungeklärt ist auch, was mit den Gymnasiasten passiert, die 2019 beim Abitur durchfallen. Denn 2020 wird es keinen Abiturjahrgang geben.

Neben dem Wechsel zu G9 bereiten das Lehrerkollegium und die Schulleitung auch die Umstellung auf die offene Ganztagsschule vor, die nach den Sommerferien ihren Betrieb aufnimmt. „Wir langweilen uns gerade nicht“, beschreibt Panskus lapidar die momentane Arbeitsbelastung.

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