Der Verwaltungsausschuss hat dem Betriebsführungsvertrag inzwischen einmütig zugestimmt. Wie bei anderen Kindertagesstätten in privater Trägerschaft muss die Kommune, die für die Versorgung mit ausreichend Kindergarten- und Krippenplätzen zuständig ist, auch beim neuen Haus letztlich die durch Einnahmen nicht gedeckten Kosten tragen.
Die Kirche hatte sich zuvor in einem Bewerbungsverfahren gegen vier Interessenten durchgesetzt, darunter auch die Stadt. Neben der geplanten musikalischen Früherziehung war die Aussicht auf eine dritte Kraft in den Krippengruppen mit entscheidend dafür, dass die Kirche den Zuschlag erhielt. In Politik und Verwaltung war man davon ausgegangen, dass diese auf 400-Euro-Basis angestellte dritte Kraft auf Dauer in den Krippengruppen mitarbeiten würde. Die Kirche wollte sich dann aber nur auf ein Jahr festlegen. Nach Gesprächen mit allen Ratsfraktionen ist die Kirche inzwischen bereit, die Zusage zumindest für drei Jahre zu geben, wie Pastor Rainer Müller-Brandes bestätigt. Er erinnert aber auch daran, dass in eigenen Stellungnahmen immer nur die Rede davon gewesen sei, dass sich die Kirche um eine dritte Kraft bemühen werde.
Ausgeräumt sind inzwischen auch Unstimmigkeiten über abzurechnende Verwaltungskosten. Unterm Strich muss die Stadt nach dem aktuellen Musterhaushalt für die Tagesstätte mit jährlichen Zuschusskosten von 234 000 statt der ursprünglich avisierten 176 000 Euro rechnen. Das Haus soll im Oktober mit zwei Krippen- und zunächst einer Kindergartengruppe in Betrieb gehen.
von Norbert Korte
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Kommentare
Bemühungen Bürger – 19.06.09
Toll. Ich werde mich in Zukunft auch immer bemühen meine Grundsteuer zu bezahlen. Mal sehen ob sich die Stadt darauf einlässt.