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Kirche hilft Stadt beim Flüchtlingsheim

Burgdorf Kirche hilft Stadt beim Flüchtlingsheim

Die Kirche wird der Stadt helfen. Die Kommune darf eine Zufahrt zum Flüchtlingsheim der Region Hannover auf dem Kirchenacker im Norden der Feuerwehr bauen. Dies hat Bürgermeister Alfred Baxmann in einer Informationsversammlung zur Flüchtlingsunterkunft in der Nordstadt bekanntgegeben.

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Im Osten der Feuerwehrtechnischen Zentrale will die Region eine Flüchtlingsunterkunft für 150 Menschen errichten.

Quelle: Olaf Mahlstedt

Burgdorf. Annähernd 80 informationshungrige Anwohner folgten der Einladung der Stadt ins Feuerwehrhaus an der Sorgenser Straße. Gekommen waren auch die bei der Region Hannover für die Ressorts Finanzen und Gebäudewirtschaft zuständige Dezernentin Andrea Fischer und Polizeichef Jürgen Graver. Die Stadtspitze informierte über Details zur Realisierung der geplanten Flüchtlingsunterkunft, welche die Region auf einem 15.000 Quadratmeter großen Areal der Stadt im Osten der Feuerwehr für 150 Menschen überwiegend aus Syrien und dem Irak errichten will.

Die Frage nach der Zufahrt, die im Vorfeld Anwohner auf den Plan gerufen hatte, ist laut Bürgermeister Alfred Baxmann beantwortet. Sie führt nicht, wie ursprünglich geplant, übers Feuerwehrgelände oder den Sorgenser Grundweg. Vielmehr darf die Stadt die Zufahrtsstraße auf dem Acker der St.-Pankratius-Gemeinde nördlich des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehrtechnischen Zentrale bauen. Noch nicht ausgehandelt ist laut Baxmann, ob die Stadt die Fläche kaufen wird oder pachtet. In jedem Fall will der Verwaltungschef den Ratsgremien vorschlagen, dafür Mittel in Höhe von 150.000 Euro bereitzustellen. Der Betrag sei gerechfertigt, weil davon auszugehen sei, dass die Zufahrtsstraße für ein später an gleicher Stelle zu entwickelndes Gewerbegebit ohnedies gebraucht würde, sagte der Bürgermeister.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten zeitnah beginnen. Im Juni würden die ersten vormontierten Wohncontainer aufgestellt und und zu einem in Hufeisenform angelegten Gebäudekomplex verbunden, kündigte Stadtrat Michael Kugel an. Die ersten Menschen könnten im September einziehen. "Die Gebäude sollen keine Fremdkörper in der Landschaft sein", versprach Kugel mit Blick auf die Anmutung der jeweils 12 Meter langen und 2,70 breiten Wohnmodule, die um Gartenflächen zum Eigenanbau von Gemüse sowie um Spiel- und Begegnungsflächen ergänzt würden.

In der Diskussion, die der Präsentation folgte, sagten Anwohner der Stadt zu, dass sie sich in der Integrationsarbeit engagieren wollten. Ratsherr Dieter Morich (SPD) monierte, dass die Kirche ein Geschäft machen wolle, statt ihr Areal aus Barmherzigkeit umsonst anzubieten. Zwei weitere Anwohner kritisierten, dass der Standort bei der Feuerwehr dem im Gewerbegebiet Nordwest wohl nur deshalb vorgezogen worden sei, weil sich der WGS-Ratsherr Kurt-Ulrich Schulz dort gegen das Flüchtlingsheim zur Wehr gesetzt habe. Die Stadt widersprach: Nordwest sei keineswegs aus dem Rennen, sondern werde zeitnah ebenfalls realisiert.

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