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Jüdische Musik geht zu Herzen

Uetze Jüdische Musik geht zu Herzen

Jiddische Lieder und Klezmer-Musik faszinieren durch ihre Vielfalt und Lebendigkeit. Einen Eindruck davon bekamen die mehr als 70 Zuhörer, die sich im Tritonus eingefunden hatten, um das von Chorleiter Hartmut Nemitz organisierte Konzert unter dem Motto "Tumbalaleika" zu hören.

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Mark Kovnatskiy (von links), Stanislav Dinerman und Mikhail Manevitch musizieren beim Klezmer-Konzert im Tritonus gemeinsam mit dem Choro Mixturo.

Quelle: Heine

Schwüblingsen. Während draußen gemütlich ein Trecker vorbeituckerte, zündete drinnen die Hamburg Klezmer Band ein wahres Feuerwerk osteuropäischer Lebensfreude. Mark Kovnatskiy (Violine), Stanislav Dineman (Akkordeon) und Mikhail Manevitch (Tuba) spielten mit erfrischendem Schwung und mitreißendem Rhythmus armenische, bulgarische und rumänische Klezmer-Tänze.

Diese Musik forderte ursprünglich bei jüdischen Festen zum Tanzen auf. Wenn die Zuhörer bereits den Eindruck hatten, dass das Tempo nicht mehr zu steigern sei, gab es doch noch eine Beschleunigung.

Weitere Klezmer-Facetten steuerten der Choro Mixturo unter der Leitung von Hartmut Nemitz und Sopranistin Michaela Ische bei. In jiddischer und hebräischer Sprache sang der Chor unter anderem das Lied vom Kälbchen, das geschlachtet werden soll, über einen nachsichtigen Gott und Brüder, die Wein trinken. In schönem Zusammenklang, bei dem vor allem die Sopranstimmen mit schlichter Zartheit hervorstachen, interpretierte der Chor die eingängigen Melodien, die von Herzen kommen und zu Herzen gehen.

Aus einem anderen Blickwinkel zeigte Michaela Ische die Klezmer-Musik. Mit viel Ausdruck und einer leichten, beweglichen Stimme sang sie Liebeslieder wie "A schidech" und "Gei ich mir spaziren", aber auch melancholische Klagelieder wie "Ich shtei mir und kler".

Zum Abschluss intonierten alle Musiker gemeinsam ein Abschiedslied mit folgendem Refrain: "Tschüss bis zum nächsten Mal, dann sehen wir uns wieder, dann singen wir die Lieder."

Neue Sänger sind gern gesehen

Bereits seit 15 Jahren gibt es den Choro Mixturo in Schwüblingsen. Er wurde 2001 von Chorleiter Hartmut Nemitz gegründet. Das gemischte Ensemble besteht aus 17 Sängern, im Alter von 25 bis 75, darunter ein Tenor und zwei Bässe. Sopran und Alt sind mit jeweils sieben Frauen gut besetzt sind. "Wir würden uns freuen, wenn sich uns noch einige Männer anschließen würden. Dann wäre beim mehrstimmigen Gesang mehr möglich", sagt Nemitz. Auf eine Aufnahmeprüfung wird generell verzichtet.

Geprobt wird einmal im Monat, immer am Sonnabend, von 10 bis 17 Uhr, im Tritonus Schwüblingsen, Beerbuschstraße 7. Weil die Treffen in größeren zeitlichen Abständen stattfinden, ist es üblich, dass sich die Sänger die Stücke selbst anschauen und ihre Stimmlage einstudieren. Das Repertoire reicht von geistlicher Musik bis zum Volkslied.

Bis vor einigen Jahren hat der Choro Mixturo an Chorwettbewerben teilgenommen. 2011 erreichte er den vierten Platz im Wettbewerb des Chorverbandes Niedersachsen-Bremen.

Alle, die mitsingen wollen, können sich bei Hartmut Nemitz anmelden: Telefon: (0 51 75) 23 37, E-Mail: HNemitz@t-online.de. sy

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