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Klinik: Monat der Entscheidung

Burgdorf/Lehrte/Burgwedel Klinik: Monat der Entscheidung

Vom September als einem Monat der Entscheidung spricht der Konzernbetriebsrat des Klinikums Hannover (KRH) - mit Blick auf die Zukunft der KRH-Krankenhäuser im Osten der Region und die Medizinstrategie 2020.

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Gespräch über die Medizinstrategie (von rechts): Konzernbetriebsratschefin Dunja Borges, Walter Kotzke und Petra Pulver, Betriebsrätin am Krankenhaus Burgwedel.

Quelle: Antje Bismark

Burgdorf. Keinen Zweifel lässt Dunja Borges, Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, daran, dass die KRH-Geschäftsführung ihre Position zur Zukunft der Klinken in Burgwedel und Lehrte in den nächsten Wochen öffentlich bekannt geben wird. „Wir befinden uns jetzt im Monat der Entscheidung“, sagte sie bei einem Informationsnachmittag des Sozialverbands (SoVD) Burgdorf. Borges bezog sich damit auf zwei Veranstaltungen im Juni. Finanzchefin Barbara Schulte und Matthias Bracht, medizinischer KRH-Geschäftsführer, hatten damals öffentlich angekündigt, nach den Sommerferien die Ergebnisse einer Untersuchung vorzulegen.

Gemeinsam mit der Burgwedeler Personalrätin Petra Pulver unterstrich Borges wiederholt, dass die jetzige unklare Situation die Beschäftigen belaste. „Die Arbeitsbedingungen sind am Limit“, sagte Borges. Es gehe um das Spannungsfeld, ob angesichts der vielen neuen Technik die Zeit für die Pflege verloren gehe. „Die Kollegen brauchen Zeit zum Kommunizieren, das erhält auch ihre Gesundheit“, sagte Pulver.

Die Zuhörer, meist im Rentenalter, bestätigten derartige Erfahrungen und nahmen durchaus mit Erstaunen zur Kenntnis, dass der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen zum Jahresende auslaufe. Als Beispiel nannte Borges die Schließung des Springer Krankenhauses: „Das bekommen zum einen die Patienten nie wieder zurück. Zum anderen beginnen nun die Verhandlungen, zum Beispiel über den Nachteilsausgleich für die Beschäftigten“, berichtete sie.

Die Chefin des Gesamtbetriebsrates ermunterte ihre Zuhörer, sich bei Problemen zu beschweren - und zwar nicht beim Personal, „sondern drei Ebenen darüber“. Die Betriebsräte selbst wollen die Kommunal- und Regionspolitiker - unabhängig von der Standortentscheidung - nicht aus der Pflicht lassen. „Wir sind kommunale Krankenhäuser und stolz darauf.“ Das solle sich nicht ändern.

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