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Schelte von den Lehrern

Burgdorf Schelte von den Lehrern

Während der Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule neben dem Gymnasium zügig voranschreitet, ist die Kritik an dem Projekt längst nicht verstummt. Aktueller Streitpunkt ist die Abgrenzung der beiden Schulhöfe voneinander. Gestern gab es einen Ortstermin, der ohne Einigung endete.

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Baustelle der Gudrun-Pausewang-Schule aus der Vogelperspektive.a

Quelle: Holger Schilke

Burgdorf. Bei dem Termin mit Verwaltungsmitarbeitern, Schulleitungen und der Feuerwehr ging es darum, ob der Vorschlag des Leiters des Gymnasiums, Michael Loske, umzusetzen ist.

Loskes Kompromissvorschlag, dem drei Ratsausschüsse Anfang März zugestimmt haben, sieht vor, dass zwischen der östlichen Ecke des Mensaflügels des Neubaus und der bestehenden kleinen Turnhalle ein Zaun mit einem großen Schiebetor gezogen wird. Dadurch wird der Abstand zwischen dem Schulhof der Gudrun-Pausewang-Grundschule (GPGS) und den Klassenräumen des Gymnasiums größer. Auf diese Weise soll die befürchtete Lärmbelastung für die Gymnasiasten gemindert werden.

Die Feuerwehr hat laut Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst gestern grünes Licht für diese Variante gegeben, wenn zwei Bäume weniger gepflanzt, auf das Bodentrampolin verzichtet und die Tischtennisplatte versetzt würden, dann reiche der Platz, damit die Einsatzfahrzeuge im Notfall alle Gebäudeteile beider Schulen erreichen.

Doch eine Einigung gab es nicht. Denn die Grundschule hat noch Beratungsbedarf, weil ein Zaun an dieser Stelle bedeuten würde, dass sich ihr „Schulhof um circa ein Fünftel der bisher vorgesehenen Gesamtfläche verkleinern würde“, kritisiert das Lehrerkollegium in einem offenen Brief. „Das ist nicht akzeptabel“, erklären die Lehrer. Denn der Hof werde nicht nur in den Pausenzeiten genutzt, sondern diene auch als Lernort und Bewegungsfläche, insbesondere für die Ganztagsschule.

Der offene Brief, der auch an die Stadt geschickt wurde, ist eine Generalabrechnung mit der Planung der neuen GPGS. Eltern, Lehrkräfte und Schüler hätten viel Energie investiert, um – wie gewünscht – für die neue Schule Bedarfs- und Prioritätenlisten aus pädagogischer Sicht zu erarbeiten. Doch bei den „gemeinsamen Sitzungen mit der Stadt wurden unsere Argumente größtenteils als utopische Wünsche abgetan“.

Das Resultat: Im GPGS-Gebäudeplan fehlten Klassenräume bei aktueller Vierzügigkeit, ein Raum für die Sprachlernklasse, Gruppenräume unter anderem für die Inklusion, Materialräume und ein Büro für die Sozialarbeiterin, kritisieren die Lehrer. Zudem bezweifeln sie, dass in der Turnhalle genügend Stunden für den Sportunterricht aller Grundschulklassen und die Angebote als "sportfreundliche Schule" zur Verfügung stehen werden. Alles in allem vermisse man eine vorausschauende Planung.

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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