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Kolpingsfamilie hat Gäste aus der Ukraine

Burgdorf Kolpingsfamilie hat Gäste aus der Ukraine

Die Kolpingsfamilie Burgdorf hat am Wochenende eine zwölfköpfige Delegation des Kolpingwerks Ukraine begrüßt. Neben einer Führung durch die St. Nikolaus-Kirche stand vor allem der Austausch über die Arbeit der Organisation im Vordergrund des Besuchs.

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Norbert Gebbe, Sprecher des Leitungsteams der Burgdorfer Kolpingsfamilie (Zweiter von links) begrüßt den Nationalsekretär des Kolpingwerkes Ukraine, Vasyl Savka (links).

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Direkte Kontakte zwischen den Kolpingsfamilien in Burgdorf und der Ukraine bestehen noch nicht.  Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Das Bistum Hildesheim hat bereits 2012 eine Kooperation mit dem Kolpingwerk Ukraine abgeschlossen.

Mit Kooperationen kennt sich die Burgdorfer Kolpingsfamilie aus. Pflegte sie doch seinerzeit eine solche über Jahre aktiv mit Rumänien.

In der Gesprächsrunde stellten Norbert Gebbe und der Nationalsekretär der ukrainischen Kolpingsfamilie, Vasyl Savka, fest, dass die Voraussetzungen beider Familien zumindest in einem Punkt sehr ähnlich sind: Die Katholiken befinden sich hier wie dort mit jeweils zehn Prozent Anteil an der Bevölkerung in der Diaspora.

Gesellenvereine hätten in der Ukraine bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts Tradition, berichtete Savka. Wie lange Kolping dabei eine Rolle spielte, lasse sich leider nicht feststellen: „Die Kommunisten haben nahezu alle Archive vernichtet.“ Nach der Neugründung im Jahr 1997 in Czernowitz, angeregt durch einen polnischen Priester, seien bis 2001 schnell zehn Familien entstanden.

Aktuell ist das Kolpingwerk in der Ukraine in sieben Gebieten im Nordwesten vertreten. Die Arbeit, die dort geleistet wird, sei höchst engagiert und ziele nicht nur auf soziale Verbesserungen, sondern auch auf Veränderungen im politischen System ab, berichtete Savka den Burgdorfer Gastgebern. So setze sich die Kolpingsfamilie dort neben vielem anderen für die Integration behinderter , speziell autistischer Kinder ein, unterhält unter dem Titel „Universitäten des dritten Lebensalters“ kostenlose Volkshochschulen für Senioren, unterstützt alleinerziehende Mütter und unterhält ein medizinisches Zentrum, in dem die Menschen günstig professionelle medizinische Versorgung bekommen können.

„Es ist wichtig für uns, hierher zu kommen, und sehen zu können wie Kolpingsfamilien in Deutschland arbeiten“, betonte Savka. Die Kolpingsfamilie in Burgdorf müsse unter den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen im sozialen Bereich schauen, dass es seine Nische finde, in der es auch wirklich erwünscht sei, machte Gebbe die hiesige Herausforderung deutlich.

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Von Sandra Köhler

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