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Kommunen bereiten sich vor

Burgdorf/Uetze Kommunen bereiten sich vor

Mehr Unterkünfte und mehr Mitarbeiter benötigen die Kommunen im nächsten Jahr, um den Ansturm der Flüchtlinge bewältigen zu können. Die Rathäuser bereiten sich jetzt darauf vor.

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Flüchtlinge besteigen am 29.09.2015 in Lehrte (Niedersachsen) einen Bus. Die rund 600 Flüchtlinge kamen mit einem Sonderzug aus Passau, ab Lehrte sollen sie mit Bussen in ganz Norddeutschland verteilt werden. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle: Philipp Von Ditfurth

Burgdorf. Mindestens doppelt so viele Flüchtlinge wie in diesem Jahr - so lautet die aktuelle Prognose des Landes Niedersachsen für 2016. Das stellt die Kommunen vor eine Herausforderung, auch wenn die aktuelle Quote - also der Verteilschlüssel - noch nicht feststeht.

„Eine Verdopplung würde für uns knapp 400 Flüchtlinge bedeuten“, sagt Burgdorfs Stadtsprecherin Eva-Maria Dobriloff und fügt hinzu, nach Informationen der Verwaltung sei auch eine Verdreifachung nicht unrealistisch. Ihren Angaben zufolge gibt es derzeit fast 300 Plätze für die Geflüchteten, noch in diesem Jahr enden die Arbeiten für 64 Plätze in einer Containeranlage. „In der Planung befinden sich weitere 160 Plätze“, sagt die Stadtsprecherin. Angesichts der erforderlichen Investitionen habe Burgdorf den Ansatz im Etat 2016 von 2,54 auf 15 Millionen Euro angehoben. Im Stellenplan spiegele sich die Betreuung mit 7,5 Arbeitsplätzen für Sozialarbeiter und zwei Hausmeister wider. „Wir gehen davon aus, dass wir die Stellen mit Bewerbern aus vorangegangenen Gesprächen besetzen können“, sagt Dobriloff, schränkt aber ein: „Das gelingt, wenn wir die Stellen kurzfristig ausschreiben.“

„Wie die Quote aussieht, weiß noch keiner“, sagt Dagmar Lindemann, Leiterin des Teams Soziales in Uetze, bei einer Anwohnerversammlung in Dollbergen. Die Gemeinde wird laut Bürgermeister Werner Backeberg voraussichtlich 200 bis 400 Flüchtlinge aufnehmen müssen. Das würde bis zu zehn Neuankömmlinge pro Woche bedeuten. Dafür richte die Kommune das Schützenheim, das Blaue Haus und die alte Feuerwache als Sammelunterkünfte in Dollbergen her und schaffe so 50 bis 60 neue Plätze. Frühestens im Herbst werden die drei geplanten Wohnblocks für Asylsuchende an der Webgarten- und der Hünenstraße in Uetze und Hänigsen fertig. Bis dahin muss sich die Gemeinde mit Notunterkünften behelfen.

Von Antje Bismark und Friedrich-Wilhelm Schiller

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