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Konzept für den Wohnungsbau

Burgdorf Konzept für den Wohnungsbau

In einer Bürgerversammlung am 27. Januar informiert die Verwaltung über ihre Pläne für Flüchtlingsunterkünfte im gesamten Stadtgebiet. Zu jedem konkreten Projekt soll es dann separate Informationsrunden geben.

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Container in Modulbauweise oder Gebäude mit einer Holzrahmenkonstruktion oder in fester Bauweise sollen entstehen.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Die steigende Zahl der Flüchtlinge zwingt die Stadt zu einem Paradigmenwechsel. „Wir prüfen jetzt vor allem die Standorte, an denen wir mehr als 50 Bewohner unterbringen können“, sagt Stadtrat Michael Kugel. Noch vor einem Jahr - als sich die hohe Zahl an Flüchtlingen noch nicht absehen ließ - setzte Burgdorf auf kleine, dezentrale Unterkünfte. „Im nächsten Jahr erwarten wir wöchentlich ungefähr 20 zugewiesene Personen, gegebenenfalls auch mehr“, sagt Kugel.

Darauf bereitet sich das Rathaus vor: In wöchentlichen Runden prüfen alle beteiligten Bereiche vom Bauamt über die Gebäudewirtschaft bis hin zum Sozialamt jene Flächen, auf denen die Stadt entweder Container in Modulbauweise oder Gebäude mit einer Holzrahmenkonstruktion oder in fester Bauweise errichten könnte. Dabei spricht Bürgermeister Alfred Baxmann von einem Drei-Stufen-Plan: „Zunächst müssen wir akut Unterkünfte für die Flüchtlinge bauen.“ Dann gehe es darum, zunehmend nachhaltige Projekte anzuschieben: „Wir haben dabei mehrgeschossige Gebäude im Blick, die wir später als preiswerten Wohnraum nutzen können.“ Und nicht zuletzt suche die Verwaltung das Gespräch mit privaten Investoren, um sie für sozialen Wohnungsbau zu gewinnen. Baxmann sieht Nachholbedarf in diesem Segment: „Über Jahre mussten wir ganze Baugebiete umplanen, weil niemand in mehrgeschossige Häuser ziehen wollte.“ Nun drehe sich die Situation, wobei derzeit vor allem hochpreisige Wohnungen angeboten würden.

Bei allen Planungen brauche die Stadt Partner - bei der Region, bei Wohnungsbaugesellschaften und Unternehmen. „Die Aufgabe besteht auch darin, so zu planen, dass wir den Bedarf decken und zugleich nicht zu viel bauen“, verdeutlicht er das Problem. Eine sichere Prognose gebe es nicht: „Die Zeitschiene hängt von den Flüchtlingsströmen ab.“ Zugleich wisse er als Verwaltungschef, dass künftige Rentner weniger Geld zur Verfügung hätten: „Auch sie müssen wir bei den Planungen berücksichtigen.“

Baxmann wie auch Kugel betonen, dass die Kommune die jetzige Situation nicht ohne die Ehrenamtlichen würde stemmen können. „Die große Mehrheit erkennt die Verpflichtung an“, sagt Baxmann. Und Kugel wirbt dafür, dass Anwohner und Interessierte die Informationsveranstaltungen besuchen. „Dabei werden wir deutlich machen, wie sorgfältig wir abwägen, um nicht einzelne Gebiete zu belasten“, sagt er und spricht von einem sozial verträglichen Konzept.

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