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Kormorane an Kiessee entdeckt

Burgdorf Kormorane an Kiessee entdeckt

Rekordbeteiligung beim Neujahrsspaziergang des Naturschutzbunds (Nabu) in Burgdorf: Vorstandsmitglied Ernst Schmidt hat am Freitag 45 Naturliebhaber zu Stellen im Westen und im Norden des Stadtgebiets geführt, die für die Natur besonders wertvoll sind.

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Ernst Schmidt (vorn mit blauer Mütze) führt die Teilnehmer am Neujahrsspaziergang auf dem Pferdemarktplatz am Rand des früheren Auwalds entlang.Schiller

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Burgdorf. Der Spaziergang stand unter der Überschrift „Urwälder in unserer Stadt“. „Wir können keinen Urwald wie in Brasilien erwarten“, sagte Schmidt bei der Begrüßung auf dem Schützenplatz. Aber es gebe in der Kernstadt naturbelassene Gehölze.

„Die Aue ist in den Sechzigerjahren reguliert worden“, berichtete der Burgdorfer, der erstmals den Neujahrsspaziergang leitete, auf dem Pferdemarktplatz. Ökologisch besonders wertvoll sei der noch erhaltene Auwald auf der Südseite des Pferdemarktplatzes. Während der Silvesterknallerei hätten viele Tiere im Auwald Zuflucht gefunden.

Dieser Wald, der früher regelmäßig überschwemmt wurde, bleibe sich selbst überlassen. „Die Stadt achtet nur darauf, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist“, sagte Schmidt. Auf den umgestürzten Bäumen könnten bis zu 450 Käferarten vorkommen, die gemeinsam mit Pilzen das Holz zersetzten.

Nächste Station war der jüdische Friedhof. „Er wird zurückhaltend gepflegt“, berichtete das Vorstandsmitglied. Der lockere Bestand an hohen Bäumen sei ein ideales Gelände für den Kleiber.

Die frühere Kiesgrube am Dachtmisser Weg ist für Schmidt „Urwald mit Wasser“. Am Ufer wachsen überwiegend Birken. „Da oben sitzen sogar Kormorane“, sagte Schmidt und zeigte auf Bäume auf der anderen Seite des Kiesteiches, wo sich drei Vögel dieser Art in den Baumkronen niedergelassen hatten.

Sich selbst überlassen bleibt auch die benachbarte Ausgleichsfläche, die beim Bau der Umgehungsstraße entstanden ist. Dort sind unzählige Birken aufgelaufen. Sie bilden inzwischen einen undurchdringlichen Wald.

Friedrich-Wilhelm Schiller

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