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Kosten für Gräber sinken

Burgdorf Kosten für Gräber sinken

Neue Gebührensatzung für die städtischen Friedhöfe: Mit großer Mehrheit hat der Rat am Donnerstag entschieden, dass die Gebühren ab Januar 80 Prozent der Kosten für die Grabstelle und deren Pflege decken sollen. Trotzdem wird eine Grabstelle künftig günstiger.

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Eine Grabstelle - hier der Otzer Friedhof - kostet künftig weniger.

Quelle: Archiv

Burgdorf. Nur die Ortsbürgermeisterin von Ramlingen-Ehlershausen, Birgit Meinig (SPD), und Otzes Ortsbürgermeister Carl Hunze (CDU) sowie dessen Parteikollege Robert Apel waren dagegen, dass die Hinterbliebenen 80 Prozent der Nutzungskosten tragen. „Unser Ortsrat sprach sich aus sozialen Gründen für einen Deckungsgrad von nur 75 Prozent aus“, begründete Meinig ihre Ablehnung. Was Bürgermeister Alfred Baxmann zu dem Zwischenruf veranlasste: „Es trifft ja auch einen der ärmsten Ortsteile.“

Hunze sprach sich sogar dafür aus, den Kostendeckungsgrad bei 60 Prozent zu belassen. Denn er bezweifelte, dass der städtische Gärtnerbauhof die Pflege tatsächlich günstiger als private Firmen erledigen kann: „Kalkulation bleibt Kalkulation. Ich sehe darin Punkte, die ich anders bewerten würde.“ Wie Meinig verwies Hunze auch auf den sozialen Aspekt: „Friedhöfe sind genauso soziale Einrichtungen wie Kitas und Schulen.“

Für die CDU erklärte Klaus Köneke: „Wir finden es sehr positiv, dass die Verwaltung die Latte auf 80 Prozent gelegt hat.“ So profitiere auch die Stadtkasse von den gesunkenen Pflegekosten für die Friedhöfe. Linken-Ratsherr Michael Fleischmann bezeichnete die Ratsvorlage zur neuen Gebührensatzung als interessant. „Sie zeigt, dass eine Rekommunalisierung von Aufgaben günstiger sein kann als die Vergabe an Private.“

Ein Rechenbeispiel aus der neuen Satzung, die Anfang 2016 in Kraft tritt: Für ein Urnen-Wahlgrab in der Baumoase beträgt die Gebühr für ein Nutzungsrecht von 25 Jahren künftig 1757 Euro, bislang sind es noch 1906 Euro.

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