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Jannis Wolff macht Jazz zu seinem Sprachrohr

Burgdorf Jannis Wolff macht Jazz zu seinem Sprachrohr

Volles Haus im Saal des Schlosses: 140 Besucher erlebten am Freitagabend ein mitreißendes Konzert des aus Burgdorf stammenden Schlagzeugers und Komponisten Jannis Wolff und seines gleichnamigen Quartetts. Der gelungene Auftakt einer neuen Jazzveranstaltungs-Reihe, die der Kulturverein Scena plant.

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Rok Zalokar (von links), Soet Kempeneer, Alekszandr Jaremko und Jannis Wolff begeistern mit jazzigen Eigenkompositionen des Bandleaders. Köhler

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Wer gekommen war, erlebte mit dem Jannis Wolff Quartett einen mitreißenden Ausflug in die Gefilde des zeitgenössischen Jazz. Auch wenn für manch einen das Wiedersehen mit dem aus Burgdorf stammenden Schlagzeuger und Komponisten der Hauptantrieb gewesen sein mag: Keiner dürfte den Konzertbesuch bereut haben.

Abseits traditioneller Oldtime-Klänge nahmen das junge, international besetzte Ensemble seine Zuhörer mit auf eine fast zweistündige Reise in stimmungsvolle Klangbilder. Orte wie Amsterdam und Kopenhagen aber auch Erfahrungen wie "Sich nicht Entscheiden können" verarbeitet der 26-jährige Bandleader zu sehr persönlichen, vielschichtigen und immer wieder überraschenden Stücken.

Meeresbrandung, die langsam an die Küste stößt, Wellen, die erst langsam aufbrausen und dann wieder in sich zur Ruhe kommen: Solche und ähnliche Assoziationen ließ das erste Stück „Still Waters Run Deep“ aufkommen. Es sei inspiriert von Leuten, die sich erst mit der Zeit entwickeln, sagt Wolff. Auch seine anderen Kompositionen wie „Trainspotter“ kommen sehr atmosphärisch daher, versetzten die Zuhörer immer wieder in eine Wohlfühlstimmung, wie man sie nachts bei einem guten Glas Wein über den Dächern einer Metropole erlebt: samtig und schmeichelnd.

Aber keineswegs langweilig. Denn Wolff weiß nicht nur die verschiedenen Klänge seines Instrumentes - mal weich mit Metallbesen, mal hart und prägnant mit den Sticks - auszuloten. So bekommt er eine perfekte Balance aus laut und leise, Harmonie und Disharmonie, Komposition und Improvisation hin. Besonders deutlich wurde das in "Brainsalad", wo er versucht, die zerfahrene Stimmung des Nichtgenauwissenwohin einzufangen und so aus einer misslichen Situation zumindest eine gelungene Komposition zu machen, wie es Wolff ausdrückt.

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Von Sandra Köhler

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